Zahl der Firmenpleiten steigt im August um 10 Prozent

In der Schweiz haben die Firmenpleiten im August deutlich zugenommen. Insgesamt gingen 398 Unternehmen konkurs. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
30.09.2016 10:48
Die Zahl der Konkurse in der Schweiz nimmt zu.
Die Zahl der Konkurse in der Schweiz nimmt zu.
Bild: Youtbe

Damit ist die Zahl der Pleiten seit Anfang Jahr um 5% auf knapp 3000 gestiegen, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B am Freitag in einem Communiqué mitteilte. Von den Regionen sei das Tessin gegenwärtig das Sorgenkind der Schweizer Wirtschaft.

Im Südkanton schnellten die Insolvenzen seit Anfang Januar um 14% in die Höhe. Gleichzeitig sanken die Gründungen von Firmen ebenfalls um 14%. "Viele Konkurse, wenige Gründungen: Ein Zeichen, dass das Tessin momentan besonders herausgefordert ist", kommentierte Bisnode D&B.

Auch in der Südwestschweiz (GE, VD, VS) kletterte die Zahl der Pleiten um 15% in Höhe. Auf der anderen Seite nahmen dort aber auch die Firmengründungen um 6% zu.

Ebenfalls mehr Konkurse gab es in der Region Zürich (+7%) und in der Ostschweiz (+4%). Im Espace Mittelland und in der Zentralschweiz gingen dagegen die Insolvenzen um je 3% zurück. Stabil präsentierte sich die Lage in der Nordwestschweiz.

Grösstes Risiko im Baugewerbe

Das grösste Insolvenzrisiko ortet der Wirtschaftsinformationsdienst im Baugewerbe. Auch das Gastgewerbe und die Handwerksbetriebe seien Branchen, bei denen Lieferanten besonders häufig damit rechnen müssten, dass die Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlten. Demgegenüber sei es besonders sicher, mit der Immobilienbranche sowie mit Chemie- und Pharmafirmen Geschäfte zu machen, hiess es.

Von Januar bis August wurden in der Schweiz 27'479 Unternehmen gegründet. Das sind 2% mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Nur im Tessin gab es weniger neue Firmen als im Vorjahr (-14%). In allen anderen Grossregionen nahmen die Neueintragungen ins Handelsregister zu.

(AWP)