Zahnimplantate - Straumann traut sich noch mehr Umsatz zu

Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann ist im ersten Quartal 2017 stark gewachsen. Mit den Zahlen hat Straumann die Markterwartungen übertroffen. Zudem erhöht der Konzern die Guidance.
27.04.2017 07:32
Für viele ein Albtraum: Von Straumann hergestellte Implantate.
Für viele ein Albtraum: Von Straumann hergestellte Implantate.
Bild: ZVG

Dabei habe man in allen Regionen und Geschäftsbereichen Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erreicht, teilt das Unternehmen am Donnerstag mit. Auf Gruppenebene nahm der Umsatz um knapp 20% auf rekordhohe 266,3 Mio CHF zu. In Lokalwährungen hat Straumann um 18% zugelegt und rein organisch kletterten die Verkäufe um rund 15% in die Höhe.

Das Wachstum sei durch zwei kleinere Übernahmeeffekte gestützt worden. So wurde etwa die deutsche Medentika zu Jahresbeginn voll konsolidiert und die Beteiligung am französischen Dentalimplantathersteller Anthogyr hatte man spät im ersten 2016 erworben. Geholfen habe zudem, dass Ostern 2017 nicht wie im Vorjahr ins erste, sondern ins zweite Quartal gefallen sei, heisst es weiter.

In den einzelnen Marktregionen stieg der Umsatz im wichtigsten Absatzgebiet EMEA um 12% auf 108,0 Mio CHF; organisch resultierte hier ein Anstieg von 10%. In Nordamerika erhöhte sich der Absatz um 19% (organisch +17%) auf 73,8 Mio und in Asien/Pazifik um deutliche 30% auf 46,0 Mio (+26%). Der Absatz in Lateinamerika schliesslich belief sich auf 25,4 Mio CHF, was einer Steigerung von 45% respektive von 15% organisch entspricht.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Straumann die Markterwartungen übertroffen. Von AWP befragte Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Konzernumsatz von 253,9 Mio CHF erwartet.

Mit Blick auf die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr erhöht Straumann die Guidance für 2017. Neu rechnet das Management mit einem Umsatzzuwachs im "tiefen zweistelligen Prozentbereich" nachdem bisher ein Plus im "hohen einstelligen Bereich" prognostiziert wurde. Gleichzeitig soll die operative, organische Marge im laufenden Jahr weiterhin verbessert werden. Im Jahr 2016 kam sie auf 24,8% zu liegen. Für das erste Quartal macht Straumann keine Angaben zum Ergebnis.

(AWP)