Zehn Anlegerregeln für ein erfolgreiches 2014

Sei Aktienbesitzer und kein Anleihengläubiger. Diese und neun weitere Regeln für ein erfolgreiches Anlagejahr 2014 hat eine grosse US-Bank zusammengestellt.
11.12.2013 07:53
Von Lorenz Burkhalter
Nach Goldman Sachs nennt auch die Bank of America Merrill Lynch 10 Verhaltensregeln für ein erfolgreiches 2014.
Nach Goldman Sachs nennt auch die Bank of America Merrill Lynch 10 Verhaltensregeln für ein erfolgreiches 2014.
Bild: Bloomberg

Was Goldman Sachs kann, können wir auch. Das dürften sich die Strategen der Bank of America Merrill Lynch wohl gedacht haben. Denn nur gut zwei Wochen nach ihren Berufskollegen stellen auch sie zehn Regeln auf, damit das 2014 ein erfolgreiches Anlagejahr wird. Hier sind sie:

1. Sei ein Aktienbesitzer und kein Anleihengläubiger

Die Verfasser des Strategiepapiers sind sich einig, dass die Drosselung des Rückkaufprogramms für amerikanische Staatsanleihen und verbriefte Hypotheken durch die US-Notenbank mit höheren Zinsen einhergehen wird. Doch auch das freundlichere Wirtschaftsumfeld und die erwartete Erholung bei den Unternehmensgewinnen sprechen für Aktien und nicht für Anleihen.

2. Barmittel sind Abfall, Hochzinsanleihen jedoch nicht

Am Anleihenmarkt setzt die US-Bank im Hinblick auf das kommende Jahr auf Hochzinsanleihen. Dieser Bereich des Anleihenmarktes wird zu den besten des ganzen Jahres gehören. Von Geldmarktanlagen und anderen kurzfristigen Anlagen ist hingegen bis ins Frühjahr 2016 hinein eine Nullrendite zu erwarten.

3. Setze auf Einzelaktien und nicht auf ganze Indizes

Die Korrelation zwischen einzelnen Aktien hat über die letzten Wochen und Monate abgenommen, so die Strategen. Dadurch wird es immer wichtiger, auf die richtigen Aktien zu setzen. Gleichzeitig spricht auch das Umfeld für sogenanntes «Stock-Picking».

4. Je grösser desto besser

Im bisherigen Jahresverlauf hätten die Nebenwerte deutlich besser als die Standardwerte abgeschnitten. Erstere sind mittlerweile nicht mehr günstig bewertet. Und auch die erwartete Beschleunigung des Weltwirtschaftswachstums spricht ab dem kommenden Jahr für eine Aufholjagd der Aktien grosskapitalisierter Unternehmen.

5. Beurteile Investments nach und nicht vor Steuern

Für die meisten Investoren, auch für solche mit Steuervergünstigungen, ist die Rendite auf Anleihen amerikanischer Kommunalanleihen höher als die Rendite nach Steuern auf anderen Anleihen.

6. Hände weg von konsumbezogenen Investments

Der Trend weg von konsumabhängigen Aktien und Sektoren in Richtung des Industriesektors und weltweit tätigen zyklischen Aktien befindet sich zwar erst in einem frühen Stadium. Allerdings wird er sich weit ins kommende Jahr hineinziehen, so sind sich die Strategen sicher.

7. Nutze die Zinskurve

Die Bank of America Merrill Lynch rät der eigenen Anlagekundschaft bei Anleiheninvestments auf mittelfristige Laufzeiten zu setzen. Aufgrund der steilen Zinskurve setzt die US-Bank allerdings nicht auf zu kurze Laufzeiten und rät gleichzeitig von Anlagen am kurzen Ende ab.

8. Finde die nächste Google-Aktie

Die Etats für die Forschung und Entwicklung hätten sich seit 1989 mehr als verdreifacht, so die Strategen. Gerade in den USA gibt es innovative Unternehmen mit einzigartigen Technologien. Im Technologiesektor sind Cloud-Computing und Big Data ein Thema, ansonsten Energieeffizienz, industrielles Internet und 3D-Printing. Darüber hinaus wird die Genentschlüsselung die Gesundheitsindustrie revolutionieren.

9. Schaue über den grossen Teich

Die Erholung in Europa hat gerade erst begonnen. Diese Region ist im Hinblick auf das kommende Jahr geradezu für eine lange und nachhaltige Aktienhausse prädestiniert. Bei der Bank of America Merrill Lynch werden Aktien aus den Bereichen Banken, Telekommunikation, Energie und Pharma favorisiert.

10. Bei den Rohstoffen einen klaren Kopf bewahren

Die Strategen rechnen im kommenden Jahr auf breiter Front mit leicht nachgebenden Rohstoffpreisen. Diese Haltung begründen sie zum einen mit dem Ende der Politik des billigen Geldes durch die US-Notenbank, höheren Zinsen in den USA, einem dadurch erstarkten Dollar sowie mit Überkapazitäten und einer weiteren Wachstumsverlangsamung in China.