Zementhersteller - Lafarge-Holcim-Aktie nach unspektakulären Halbjahreszahlen unter Druck

Die Aktien von Lafarge-Holcim finden sich im frühen Handel vom Mittwoch auf der Verliererseite. Der weltgrösste Zementhersteller ist im zweiten Quartal organisch weniger stark gewachsen als von den Analysten erhofft.
26.07.2017 10:05
Der neue Lafarge-Holcim-CEO Jan Jenisch.
Der neue Lafarge-Holcim-CEO Jan Jenisch.
Bild: ZVG

Mit der Entwicklung des Betriebsgewinns hat er dagegen die Prognosen gut getroffen. Verschiedene Marktteilnehmer hatten sich vom Abschluss etwas mehr erhofft und nehmen nun Gewinne mit.

Lafarge-Holcim notieren um 10.05 Uhr 0,7% tiefer auf 57,05 Franken. Das bisherige Tagestief liegt bei 56,20 Franken, das Hoch mit 57,55 Franken kurzzeitig gleich nach Eröffnung gar im Plus. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI steht zur Berichtszeit mit 0,8% im Plus.

Insgesamt geben sich die Analysten in ihren ersten Kommentaren einigermassen zufrieden mit der Leistung von Lafarge-Holcim im zweiten Quartal. Die vom einen oder anderen erhofften positiven Überraschungen sind indes ausgeblieben und die organische Umsatzentwicklung konnte die durchschnittlichen Erwartungen auch nicht ganz erfüllen. Dagegen fiel der Betriebsgewinn etwas besser als im Konsens geschätzt aus.

Positiv hervorgehoben wird von den Analysten die bekräftigte Guidance für das laufende Jahr, obwohl die Erwartungen für das Wachstum der relevanten Märkte etwas zurückgenommen wurde, wie Bernstein anmerkt.

Vorzeitiger Amtsantritt des neuen CEO kommt gut an

Ebenfalls gut aufgenommen wird der vorgezogenen Amtstritt des neuen, von Sika kommenden CEO Jan Jenisch. Davy Research sieht dies stellvertretend für die generelle Einschätzung als "positive Nachricht".

Unter den Regionen sticht gemäss den Experten vor allem die Entwicklung in Lateinamerika, im Mittleren Osten sowie in Nordamerika hervor. Unter den Erwartungen lag dagegen Europa, wobei die ZKB dafür nicht zuletzt die geringere Anzahl Arbeitstage sowie einen ungeplanten Betriebsunterbruch als Gründe anführt.

Verschiedene Analysten weisen in ihren Kommentaren noch auf die durchgesetzten Preiserhöhungen, die weiter reduzierte Verschuldung sowie die erzielten Mergersynergien hin. Der verstärkte Fokus auf die Absatzpreise sowie Mergersynergien haben die Kosteninflation deutlich überkompensiert, resümiert beispielsweise die ZKB.

(AWP)