Zinsaussichten und Ölpreisanstieg stützen Wall Street

Kursgewinne von Finanzwerten haben zu Wochenbeginn die Wall Street gestützt.
19.09.2016 22:27
Wegweiser zur US-Börse in New York.
Wegweiser zur US-Börse in New York.
Bild: Pixabay

Dazu trugen am Montag steigende Ölpreise bei, nachdem der venezolanische Präsident Nicolas Maduro eine Übereinkunft der ölproduzierenden Länder zur Marktstabilisierung in Aussicht gestellt hatte. Außerdem schwanden Ängste vor einer unmittelbar bevorstehenden Zinserhöhung. Zuletzt durchwachsene Konjunkturdaten machen es für viele Anleger unwahrscheinlich, dass die US-Notenbank (Fed) den Schritt bereits diese Woche wagt. "Der Markt stellt sich darauf ein, dass sich die Fed im September nicht bewegen wird", sagte Aktienstratege Matt Jones von J.P. Morgan Private Bank. Mit Spannung warten Investoren nun darauf, welche Hinweise Fed-Chefin Janet Yellen nach Abschluss der zweitägigen Sitzung am Mittwoch auf eine Anhebung im Dezember geben wird.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss unverändert auf 18.120 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2139 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank dagegen 0,2 Prozent auf 5235 Stellen. In Frankfurt ging der Dax ein Prozent fester bei knapp 10.374 Punkten aus dem Handel.

Bankentitel gesucht

An der Wall Street legten insbesondere Banktitel zu, nachdem sie vergangene Woche unter Druck waren. JPMorgan gewannen 0,6 Prozent, Bank of America 0,6 Prozent und Wells Fargo 1,3 Prozent.

Für Gesprächsstoff sorgten ferner Übernahmepläne unter Spielcasinobetreibern. So will Eldorado Resorts den Konkurrenten Isle of Capri für 1,7 Milliarden Dollar kaufen. Die Aktien von Isle of Capri schossen 30 Prozent in die Höhe, die von Eldorado Resorts drehten ins Minus und gaben 2,9 Prozent nach.

Der Kurs von General Motors sprang 2,4 Prozent nach oben. Die Analysten hatten die Aktie hochgestuft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 2042 Werte legten zu, 926 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Milliarden Aktien 1689 im Plus, 1163 im Minus und 158 unverändert.

Die US-Kreditmärkte bewegten sich vor der Zinsentscheidung kaum. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 1/32 auf 98-6/32. Die Rendite fiel auf 1,6996 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um moderate 1/32 auf 95-25/32 und rentierte mit 2,4498 Prozent.

(Reuters)