Zolgensma-Manipulationen - Novatis-Topmanager tätigt heikles Aktiengeschäft

Beim Pharmakonzern Novartis hat es kurz vor Bekanntwerden von Manipulationen bei Testdaten für eine millionenteure Gentherapie einen heiklen Aktienverkauf gegeben, bei dem ein Manager Kasse machte.
18.08.2019 10:57
Der Hauptsitz von Novartis in Basel.
Der Hauptsitz von Novartis in Basel.
Bild: Bloomberg

Wie die "SonntagsZeitung" berichtet, hat am 19. Juli ein Mitglied der Geschäftsleitung oder ein exekutives Verwaltungsratsmitglied 10'000 Novartis-Aktien verkauft und dabei 925'400 Franken eingenommen.

Am 28. Juni hatte der Konzern die US-Zulassungsbehörde FDA darüber informiert, dass es bei der Novartis-Tochter Avexis zu Manipulation von Forschungsdaten der Gentherapie Zolgensma kam. Zum Zeitpunkt des Aktienverkaufs wusste die Öffentlichkeit aber noch nichts von dem Fall. Die Information der Öffentlichkeit geschah erst am 6. August durch die FDA.

Laut Novartis sei die Transaktion geprüft und genehmigt worden, "die entsprechende Person war nicht im Besitz von materiell relevanten Informationen", sagte ein Konzernsprecher der Zeitung. Ein nicht genannter Grossaktionär kritisierte indes den Verkauf und die Tatsache, dass Novartis den Fall nicht im Halbjahresbericht erwähnt.

Das Medikament Zolgensma gegen Muskelschwund bei Babys ist mit einem Preis von gut zwei Millionen Dollar pro Einmaldosis das teuerste Medikament der Welt. Die US-Gesundheitsbehörde wirft Novartis das Verschweigen manipulierter Testdaten vor der Zulassung vor.

(SDA/cash)

 

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