Zurückhaltung an den Fernost-Börsen vor US-Wahl

Vor Beginn der US-Präsidentenwahl haben die Aktienmärkte in Fernost am Dienstag überwiegend zugelegt. Die Aussicht auf einen Sieg von Hillary Clinton stimmte Investoren zuversichtlich.
08.11.2016 07:44
Die Ufer-Prachtstrasse «The Bund» in Schanghai mit Bauten aus der Kolonialzeit.
Die Ufer-Prachtstrasse «The Bund» in Schanghai mit Bauten aus der Kolonialzeit.
Bild: Pixabay

Dennoch agierten viele Anleger mit Zurückhaltung. Analyst Hikaru Sato vom Handelshaus Daiwa Securities sagte, die Erinnerung an den überraschenden Ausgang des Brexit-Referendums Ende Juni sei noch frisch. "Der Markt ist nicht übertrieben vorsichtig, aber er kann eine Präsidentschaft Clintons nicht komplett einpreisen." Die Demokratin Hillary Clinton liegt in Umfragen knapp vor ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump, der wegen seiner Unberechenbarkeit als Börsenschreck gilt.

Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans notierte 0,5 Prozent höher. In Shanghai präsentierte sich der Leitindex ebenfalls fester. Dagegen trat in Tokio der Nikkei -Index mit einem minimalen Minus von 0,03 Prozent bei 17.171 Punkten weitgehend auf der Stelle.

Der schwächere Yen verhalf Exportwerten wie Toyota und Honda zu Kursgewinnen. Der Telekomkonzern Softbank überzeugte die Investoren mit seinem Quartalsgewinn, seine Aktie stieg 1,3 Prozent.

Im fernöstlichen Devisenhandel tendierte der Dollar zur japanischen Währung unverändert mit 104,45 Yen, nachdem er zu Wochenbeginn kräftig zugelegt hatte. Der Euro trat ebenfalls auf der Stelle bei 1,1042 Dollar.

Der mexikanische Peso behauptete seine jüngsten Kursgewinne zum Dollar. Die Währung hat sich zu einem Barometer dafür entwickelt, welche Siegchancen die Märkte Trump geben. Dessen Politikvorschläge gelten für Mexiko als sehr nachteilig.

(Reuters)