Trump hält Klimawandel nicht mehr für einen Scherz

US-Präsident Donald Trump hält den Klimawandel inzwischen für Realität. Er zweifelt aber an einer Verantwortung der Menschheit dafür.
15.10.2018 03:32

"Ich bestreite Klimawandel nicht", sagte Trump in einem am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des US-Senders CBS. "Aber er könnte sehr wohl wieder zurückgehen." Er wisse zudem nicht, ob Analysen von Wissenschaftern zuträfen, wonach die Menschheit für die globale Erderwärmung verantwortlich sei. "Wissenschaftler haben eine politische Agenda", sagte Trump.

In der Zeit vor seiner Präsidentschaft hatte Trump wiederholt über Warnungen vor dem Klimawandel gespottet. So hatte er beispielsweise Ende 2013 auf Twitter geschrieben: "Globale Erderwärmung ist ein totaler, und sehr teurer, Scherz!" Im vergangenen Jahr hatte er als Präsident den Ausstieg der USA aus dem von seinem Vorgänger Barack Obama mitverhandelten Pariser Klimaschutzabkommen gekündigt. In den vergangenen Tagen hatte der ungewöhnlich heftige Hurrikan "Michael" schwere Verwüstung in mehreren US-Bundesstaaten angerichtet.

Trump sagte CBS: "Man sagt, dass wir Hurrikane hatten, die viel schlimmer waren, als was wir gerade mit 'Michael' hatten." Auf seine frühere Haltung zur Erderwärmung angesprochen, antwortete der Präsident: "Ich denke nicht, dass es ein Scherz ist." Trump betonte aber, er wolle durch Klimaschutzmassnahmen nicht Millionen Jobs und Milliarden Dollar verlieren.

(SDA)