Trump soll in Russland-Affäre Privatanwalt engagiert haben

US-Präsident Donald Trump hat nach Informationen der "Washington Post" zur Bewältigung der Russland-Affäre einen privaten Anwalt engagiert. Dieser solle ihm bei der "Navigation" durch die diversen Ermittlungen helfen, meldete die Zeitung am Mittwoch.
24.05.2017 17:49

Der Anwalt ist dem Bericht zufolge Marc Kasowitz , der Trump schon früher in verschiedenen Fällen zur Seite gestanden habe, etwa bei Immobilientransaktionen, Scheidungsvereinbarungen und Betrugsvorwürfen gegen die Trump University.

Bei den Ermittlungen geht es um eine mutmassliche russische Wahlbeeinflussung und etwaige Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampfteam. Das US-Justizministerium hatte in der vergangenen Woche Ex-FBI-Chef Robert Mueller als Sonderermittler eingesetzt.

Auch in mehreren Kongressausschüssen laufen Untersuchungen. Trump hat wiederholt betont, er habe sich nichts zuschulden kommen lassen, und ihm sei gesagt worden, dass nicht gegen ihn ermittelt werde.

Demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus baten inzwischen von der Deutschen Bank Auskunft über angebliche Verbindungen ihres Kunden Donald Trump nach Russland. Der Kongress werde darüber im Unklaren gelassen, ob Kredite der Deutschen Bank an Präsident Trump von der russischen Regierung garantiert wurden oder anderweitig in Verbindung zu Russland standen.

Nur wenn die Deutsche Bank darüber aufkläre, könne die Öffentlichkeit in den USA abschätzen, wie stark Trump Russland verbunden sei und wie sich dies auf seine politischen Entscheidungen auswirke. Dies ging aus einem auf Dienstag datierten Brief der Demokraten im Finanzausschuss des Parlaments an Deutsche-Bank-Chef John Cryan hervor. Die Deutsche Bank wollte sich dazu nicht äussern.

(SDA)