Über 20'000 Menschen strömen zur nationalen Klimademo nach Bern

Drei Wochen vor den eidgenössischen Wahlen haben sich am Samstagnachmittag in Bern über 20'000 Menschen zur Demo "Klima des Wandels" versammelt. Zur nationalen Kundgebung aufgerufen hat ein Bündnis von über 80 Organisationen.
28.09.2019 13:57

Auf der Berner Schützenmatte und den benachbarten Gassen versammelten sich gegen 14.00 Uhr laut Schätzungen der Veranstalter rund 25'000 Menschen. Mehrere tausend Personen reisten mit Extrazügen an. Etwa 700 waren per Fahrrad auf 30 verschiedenen Velorouten nach Bern gefahren.

Die der Klima-Allianz angeschlossenen Organisationen fordern eine konsequente Klimapolitik mit einem Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas - auch bei Investitionen des Schweizer Finanzplatzes. Demonstriert wird auch für eine "Klimagerechtigkeit", die allen Menschen weltweit ein würdiges Leben garantieren soll.

Nach einem Umzug durch die Innenstadt endet die Demo mit einer Abschlusskundgebung und Konzerten auf dem Bundesplatz. Dort sind unter anderem Reden von Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet, Unia-Präsidentin Vania Alleva und WWF-Chef Thomas Vellacott vorgesehen.

Zu Wort kommen sollen auch Jugendliche aus der Klimastreik-Bewegung sowie Indigene aus dem Urwald von Malaysia. Auf dem Programm steht auch ein "Stimmenmeer" mit dem Song "We need to wake up - Do it now", gesungen auf der Melodie des Protestlieds "Bella Ciao".

Um die Dringlichkeit des Klimaschutzes akustisch zu betonen, läuten am Samstag um 14.30 Uhr schweizweit die Glocken von zahlreichen Kirchen, in Bern diejenigen des Münsters. An mehreren Turmuhren wurde die Uhrzeit bei fünf vor zwölf angehalten. Insgesamt beteiligen sich laut den Organisatoren über 150 Kirchgemeinden an der Aktion.

Die Klimademo in Bern bildet den Schweizer Schlusspunkt der Global Week for Future, während der weltweit Aktionen und Demonstrationen stattfanden.

(SDA)