Uni Lugano bietet Masterstudiengang in Künstlicher Intelligenz an

An der Universität Lugano hat im Herbst ein neuer Studiengang in Künstlicher Intelligenz (KI) begonnen. Er ist die Konsequenz eines hochentwickelten KI-Pols in der italienischen Schweiz.
08.11.2017 09:09

Weithin unbemerkt vom allgemeinen Publikum hat sich das Tessin in den letzten Jahrzehnten zu einem Forschungs- und Entwicklungszentrum für Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt.

Um künftig genügend Spezialisten dieses Wissenschaftszweiges für Forschung und Entwicklung rekrutieren zu können, initiierte die Universität Lugano deshalb einen neuen Masterstudiengang in Künstlicher Intelligenz.

Ein gutes Dutzend Studenten verschiedener Nationalitäten haben die Chance wahrgenommen und sich in das zukunftsträchtige Studienabenteuer "Künstliche Intelligenz" gestürzt.

Eine zentrale Figur des Tessiner KI-Forschungszentrums ist Professor Jürgen Schmidhuber. Er ist wissenschaftlicher Direktor des in Manno TI angesiedelten Schweizer Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz (IDSIA) und Dozent des Masterstudiengangs.

Das IDSIA wurde 1988 von Angelo Dalle Molle, dem Erfinder des Alkoholgetränks Cynar, gegründet. Dalle Molle glaubte, dass technologischer Fortschritt die Lebensqualität des Menschen verbessern würde. So war er unter anderem auch ein Wegbereiter für die Elektromobilität. Der heutige IDSIA-Direktor Schmidhuber gilt weltweit als Revolutionär in Sachen künstlicher Intelligenz.

Schmidhuber ist vielfach ausgezeichnet worden. Seine sogenannten tiefen neuronalen Netzwerke stecken in drei Milliarden Smartphones und werden täglich ebenso milliardenfach genützt. Facebook, Google, Apple und Amazon wären nicht so weit gekommen ohne seine Forschungsergebnisse.

Die Liste seiner Erfolge in Forschung und Anwendung ist lang. Er selbst sagt von sich, er habe sich nur einen Jugendtraum erfüllen wollen: Seit seinem 15. Lebensjahr will Schmidhuber eine sich selbst verbessernde Künstliche Intelligenz bauen, die klüger ist als er selbst.

(SDA)