US-Astronautin Whitson stellt mit ISS-Ausseneinsatz Rekord auf

Die US-Astronautin Peggy Whitson ist die Frau mit den meisten Ausseneinsätzen im Weltraum. Mit ihrem achten Ausstieg ins All am Donnerstag brach sie den bisherigen Rekord der Amerikanerin Suni Williams für die meisten Aussenbordmissionen einer Frau.
30.03.2017 22:34

Das teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Die Biologin Whitson hat in ihrer langen Karriere noch weitere Rekorde aufgestellt: Mit 57 Jahren ist sie die älteste Frau im Weltraum. Nach ihrer im Juni geplanten Rückkehr zur Erde dürfte zudem kein US-Bürger länger im All gewesen sein als sie.

Gemeinsam mit ihrem US-Kollegen Shane Kimbrough verrichtete Whitson am Donnerstag an der Internationalen Raumstation ISS wichtige Arbeiten, um das fliegende Forschungslabor fit zu machen für die Zukunft.

Bei den rund sechseinhalbstündigen Arbeiten im weissen Raumanzug montierten die beiden unter anderem Kabel für eine Adapter-Anlage. Dies ist ein wichtiger Schritt, um eine neue Andockstation für Raumkapseln am ISS-Modul Harmony einzurichten.

Zudem montierten sie Hitzeschilde an einzelnen Stellen der Aussenwand der ISS. Eine der Schildplatten sei bei dem Einsatz verloren gegangen, es bestehe aber keine Gefahr für die ISS, hiess es.

In der Internet-Übertragung des Einsatzes war zu sehen, wie sich Whitson und Kimbrough in der Schwerelosigkeit an den Modulen der ISS entlang hangelten. "Ein Ausseneinsatz ist mehr ein Klettern auf der Aussenseite der ISS im Vakuum des Weltraums", kommentierte die NASA.

Der französische Astronaut Thomas Pesquet begleitete den Einsatz aus dem Inneren der ISS. Kimbrough und er hatten erste Schritte für die Installation des Adapters bereits am vergangenen Freitag vorgenommen.

Ein weiterer Ausseneinsatz von Pesquet und Whitson ist für den kommenden Donnerstag (6. April) geplant. Allein in diesem Jahr soll dies der fünfte Ausseneinsatz des Trios Pesquet-Whitson-Kimbrough werden.

Derzeit arbeiten auf dem Aussenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde auch die russischen Kosmonauten Andrej Borissenko, Sergej Ryschikow und Oleg Nowizki.

(SDA)