USA setzen chinesische Firmen wegen Uiguren auf schwarze Liste

Wegen des Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren haben die USA 28 chinesische Regierungsorganisationen und Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt. Dies erklärte US-Handelsminister Wilbur Ross am Montag (Ortszeit).
08.10.2019 02:00

Demnach würden die USA die "brutale Unterdrückung ethnischer Minderheiten" in China nicht tolerieren. Die betroffenen Organisationen und Firmen dürften fortan keine US-Produkte mehr kaufen, hiess es. Unter ihnen sind die Videoüberwachungsfirma Hikvision und die Unternehmen Megvii Technology und SenseTime, die auf künstliche Intelligenz spezialisiert sind.

Nach Einschätzung von Menschenrechtsgruppen sind in der uigurisch geprägten chinesischen Region Xinjiang mehr als eine Million Uiguren und Angehörige anderer muslimischer Minderheiten in Umerziehungslagern inhaftiert, wo sie zur Aufgabe ihrer Religion, Kultur und Sprache gezwungen werden. Peking bestreitet dies und spricht von "Bildungszentren", die dem Kampf gegen islamistische Radikalisierung dienten.

US-Präsident Donald Trump rief unterdessen zu einer gewaltfreien Beilegung der Krise in Hongkong auf. "Wir wollen einfach eine humane Lösung sehen", sagte Trump am Montag (Ortszeit) in Washington. "Ich denke, sie müssen das in einer friedlichen Weise tun." Es gebe in Hongkong "grossartige Menschen". Viele von ihnen schwenkten US-Fahnen, sagte Trump weiter.

Die Zahl der Demonstranten sei im Verlauf der Monate aber zurückgegangen, fügte der US-Präsident hinzu. Zu Beginn seien "zwei Millionen Menschen" auf die Strassen gegangen. "So etwas habe ich noch nie gesehen", sagte Trump. Inzwischen sei ihre Zahl "viel kleiner".

(SDA)