Waldbrandgefahr wegen langer Trockenheit

Auf der Alpennordseite hat es an vielen Orten seit 34 Tagen weder geregnet noch geschneit. In einzelnen Kantonen herrscht bereits Waldbrandgefahr. Die Behörden in Basel-Stadt und Baselland warnen vor offenen Feuern an Waldweihnachtsfeiern.
23.12.2016 18:29

Eine grosse Gefahr bildeten auch Feuerwerkskörper, die vor allem an Silvester gezündet würden, schreibt das Amt für Wald beider Basel in einer Mitteilung. Wegen der Waldbrandgefahr dürfen Feuerwerkskörper nur in einem Abstand von mindestens 200 Metern zum Wald abgebrannt werden. Im Wald und an Waldrändern sollen keine Feuer entfacht werden, auch nicht bei eingerichteten Feuerstellen.

Gemäss der Gefahrenkarte des Bundes ist die Waldbrandgefahr in Teilen der Kantone Graubünden und Wallis am höchsten, allerdings nur an Orten, wo kein Schnee liegt. In weiteren Kantonen herrscht regionale Waldbrandgefahr, so etwa im St. Galler Sarganserland. Nahe Sargans ist am Freitag ein Waldstück in Brand geraten und musste mit Hilfe eines Helikopters gelöscht werden. Verursacht habe den Brand wahrscheinlich eine Klettergruppe, die ihr Lagerfeuer nicht korrekt gelöscht hatte, teilte die Polizei mit.

Ganz trocken geblieben ist es seit über einem Monat in Neuenburg, Sitten, Grenchen SO, Wynau BE und Oron VD. Das Gleiche gilt für verschiedene weitere Ortschaften entlang des Jurabogens und des Zentralwallis, wie SRF Meteo am Freitag mitteilte.

Seit Anfang Dezember kein Tropfen Niederschlag gefallen ist in Disentis GR, Cham ZG, Zermatt VS, auf der Grimsel oder auf dem Berninapass. Punktuell etwas Niederschlag gab es in der letzten Zeit nur im Osten, jedoch vermochten auch diese schwachen Störungen die Trockenheit nicht zu stoppen.

Ein wenig besser sieht es im Süden aus. Im Tessin und in den angrenzenden Gebieten des südlichen Wallis gab es nennenswerte Niederschläge - beispielsweise im Val Bavona, auf dem Grossen Sankt Bernhard, auf dem Simplon und in Cevio im Maggiatal.

Laut dem SRF-Wetterdienst kann erst im Januar mit grösseren Niederschlagsmengen gerechnet werden. Über die Weihnachtstage gebe es wohl nur schwache Störungen.

Die momentane Wetterlage mit dominierenden Hochdruckgebieten ist indes nichts Aussergewöhnliches im Winter: Auch im vergangenen Jahr hatte es im Dezember kaum Niederschlag gegeben. An vielen Orten fielen damals erst nach zwei Monaten Regentropfen oder Schneeflocken.

(SDA)