Wandel im Strommarkt braucht Schutz der Arbeitnehmenden

Beim schnellen Wandel im Strommarkt darf der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht auf der Strecke bleiben. Das verlangte der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse am Montag vor den Medien in Bern.
03.09.2018 09:30

Die Sicherheit der Grundversorgung hänge stark von einem gut regulierten Strommarkt ab, hielt der Verband fest. Für diesen öffentlichen Service sorgten rund 75'000 Vollzeitbeschäftigte mit einer Wertschöpfung von 18 Milliarden Franken.

Beim rasanten Wandel in der Branche und den tiefen Strompreisen fokussierten die grossen Stromkonzerne immer mehr auf Dienstleistungen. Gleichzeitig wachsen gemäss dem Verband die Bedeutung erneuerbarer Energien und die Notwendigkeit einer Anpassung der Stromnetze an neue Erfordernisse.

Diese geänderte Ausgangslage stelle die Arbeitnehmenden der Branche vor grosse Herausforderungen. Eine Bildungsoffensive sei nötig. Dafür brauche es ein Inventar der neuen Ausbildungsbedürfnisse. Dazu benötigt die Branche gemäss Travail.Suisse im Stromversorgungsgesetz einen Ausbildungsartikel und Möglichkeiten der beruflichen Neuorientierung.

Soll der Strommarkt vollständig liberalisiert werden, ist ein Gesamtarbeitsvertrag für die Gewerkschafter unerlässlich. Damit sollen Löhne und Arbeitsbedingungen sowie die Bewältigung des Strukturwandel durch die Sozialpartner gesichert werden.

(SDA)