Wasser im Schnorchel verursachte Brand auf verschollenem U-Boot

In der letzten Funkverbindung des vor knapp zwei Wochen verschollenen argentinischen U-Boots hat der Kapitän einen Kurzschluss und Schwelbrand im Batteriesystem gemeldet. Das geht aus einem internen Bericht der argentinischen Kriegsmarine hervor.
28.11.2017 05:55

Dieser wurde am Montagabend (Ortszeit) vom Nachrichtensender A24 veröffentlicht. An Bord befanden sich 44 Besatzungsmitglieder.

"Meerwassereintritt über das Lüftungssystem in den Batterietank Nr. 3 verursachte Kurzschluss und Schwelbrand", heisst es in der veröffentlichten Transkription der Funkverbindung der "ARA San Juan" vom 15. November. Die Bug-Batterien seien ausser Betrieb, das U-Boot navigiere mit den Heck-Batterien weiter. Zweieinhalb Stunden nach dieser Verbindung verzeichneten internationale Meeressonden eine Explosion auf der mutmasslichen Position des U-Boots.

Ein Marinesprecher erklärte am Montag, zu dem Kurzschluss an Bord sei es gekommen, weil Wasser über den Schnorchel in das U-Boot gelangt sei. Zum Zeitpunkt des Vorfalls gab es hohen Wellengang von über sechs Metern auf der Route des U-Boots im Südatlantik. Die Marine hatte aber wiederholt gesagt, dass die Batteriepanne nach Angaben des U-Boot-Kapitäns behoben worden sei.

Eine internationale Suchmission durchkämmt derzeit die Region des Südatlantiks vor der argentinischen Küste, in der das in Deutschland gebaute U-Boot vermutlich auf Grund gegangen ist. Unter anderem nehmen ein ferngesteuertes Mini-U-Boot der US-NAVY und ein russisches Rettungs-U-Boot an der Suche teil.

(SDA)