Wegen Bombenanschlägen von New York Gesuchter festgenommen

Der wegen der Bombenanschläge von New York und New Jersey gesuchte Verdächtige ist festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handelt es sich Polizeiangaben zufolge um einen 28-jährigen gebürtigen Afghanen.
19.09.2016 18:28

Der NBC-Sender für New York berichtete, vor der Festnahme habe es einen Schusswechsel gegeben. Der Mann sei dabei verletzt worden. Fernsehbilder zeigten den Verdächtigen auf einer Trage liegend in Obhut der Polizei. Er war bei Bewusstsein und hatte mehrere Verletzungen.

Die Polizei hatte erst kurz zuvor ein Foto des Verdächtigen veröffentlicht und die Bevölkerung gewarnt, dass Ahmad Khan Rahami womöglich "bewaffnet und gefährlich" sei. Rahami war wegen eines Bombenanschlags in New York und mehrerer selbst gebauter Sprengsätze in New Jersey gesucht worden.

Rahami hatte nach Angaben des Bürgermeisters von Linden (New Jersey) im Durchgang einer Bar geschlafen und wurde von einem Passanten entdeckt. Als die von Passanten alarmierte Polizei den Schlafenden habe wecken wollen, sei es zu einem Schusswechsel gekommen, sagte Bürgermeister Derek Armstead am Montag.

Rahami sei ins Bein getroffen worden und ein Polizist in seine schusssichere Weste. Ein zweiter Polizist sei durch Glassplitter verletzt worden.

Linden liegt etwas vier Meilen entfernt von Elizabeth. Dort wurde am späten Sonntagabend in der Nähe des Bahnhofs eine Tasche gefunden, die fünf Bomben enthielt. Die Polizei entschärfte sie in der Nacht zum Montag mit Robotern. Dabei explodierte eine Bombe, verletzt wurde niemand.

In New York waren bei einer Explosion am Samstag 29 Menschen verletzt worden. Wenige Stunden zuvor war in New Jersey vor einem Benefizlauf eine Rohrbombe in einem Abfalleimer explodiert.

Nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden hatte der Anschlag vom Wochenende in New York offenbar einen terroristischen Hintergrund. Allerdings haben die Explosionen keine direkte Verbindung zum Islamischen Staat.

NBC berief sich am Montag auf mehrere Quellen in Ermittlerkreisen. Man könne zwar nicht ausschliessen, dass der oder die Täter vom IS inspiriert gewesen seien, aber es gebe keinerlei Anhaltspunkte für etwas wie einen Auftrag.

(SDA)