Weniger Verkäufe in Schweizer Ikea-Filialen

Der schwedische Möbelriese Ikea hat im Geschäftsjahr 2016/2017 in der Schweiz Umsatz eingebüsst. Um die rasant steigenden Onlineverkäufe zu fördern, hat Ikea die Preise für Heimlieferungen gesenkt.
25.10.2017 10:00

Im abgelaufenen Geschäftsjahr per Ende August reduzierte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 1,05 Milliarden Franken, wie Ikea Schweiz am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr erzielte Ikea Schweiz noch ein Umsatzplus von 3 Prozent.

Während die neun Einrichtungshäuser an Volumen verloren, erhöhten sich die Online-Umsätze um 19,7 Prozent. Sie machen inzwischen 6 Prozent des Umsatzes mit Möbeln aus.

Ikea-Schweiz-Chefin Simona Scarpaleggia will die digitalen Kanäle ausbauen und die Onlineverkäufe und Heimlieferungen forcieren. Die Preise für Heimlieferungen seien seit August deutlich gesenkt worden. Die Lieferkosten würden nicht mehr nach Entfernung, sondern nach dem Einkaufswert berechnet. Im laufenden Geschäftsjahr sollen 1,3 Millionen Franken in die Heimlieferung investiert werden.

Online-Käufer können die Ware in allen Einrichtungshäusern sowie drei neuen Pick-up-Points in Chur, Berneck (SG) und Bedano (TI) abholen. Seit letztem Monat betreibt Ikea zudem in der Zürcher Innenstadt einen sogenannten Pop-up-Store – eine Art Showroom für Kunden, die nicht mit dem Auto in ein Einrichtungshaus fahren wollen.

In der Gastronomie beschränken sich die Neuerungen hierzulande bisher auf neu lancierte vegane Menus. Scarpaleggia überlegt sich aber auch neue Gastronomieangebote und schliesst Restaurants in Städten nicht aus.

Die Wachstumsdynamik von Ikea hat sich auch international abgeschwächt. Die Ikea-Gruppe ist im vergangenen Geschäftsjahr um 3,8 Prozent auf 34,1 Milliarden Euro gewachsen, deutlich weniger als in den Vorjahren.

(SDA)