Ausblick Geberit: Jahresgewinn von durchschnittlich 555,5 Mio CHF erwartet

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit veröffentlicht am Dienstag, 14. März, die Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2016. Insgesamt elf Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen:
13.03.2017 14:00
2016
In Mio CHF       AWP-Konsens        2015

EBITDA*            802,6           693,5
EBITDA             792,6           631,7
Reingewinn*        586,5           493,1
Reingewinn         555,5           422,4

Dividende           9,86            8,40

*adjustiert

FOKUS: Nach dem im Januar erfolgten Umsatzausweis ist das Überraschungspotential bei Geberit beschränkt. In Marktkreisen wird davon ausgegangen, dass Geberit den zuversichtlichen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 beibehalten wird.

ZIELE: Die bisherige Guidance für die EBITDA-Marge im Gesamtjahr 2016 wurde im Januar anlässlich der Umsatzpublikation von "rund 28%" auf "rund 28,5%" erhöht, dies vor allem wegen des Volumenwachstums und tieferen Rohmaterialpreisen.

PRO MEMORIA: Der Umsatz wurde wie erwähnt bereits im Januar bekanntgegeben. Er nahm 2016 um 8,3% auf 2,81 Mrd CHF zu, akquisitions- und währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 6,4%. CEO Christian Buhl bezifferte an einer Telefonkonferenz den positiven Konsolidierungseffekt nach Abzug der Devestition der Koralle-Gruppe auf rund 32 Mio CHF. Hinzu kam ein positiver Währungseffekt von 18 Mio.

Die zuletzt für Geberit vorteilhafte Situation könnte im neuen Jahr vorerst anhalten, denn mit Blick nach vorne zeigte sich der Geberit-Chef Christian Buhl im Januar recht optimistisch: "Wir gehen gemäss dem offiziellen Ausblick für die Baukonjunktur in Europa davon aus, dass die günstige Lage in Europa weiter Bestand haben wird, allerdings mit Unterschieden in den einzelnen Märkten."

Zuversichtlich gab sich Buhl damals für Deutschland, wo zwar weiteres Wachstum zu erwarten sei, der beschränkende Faktor des Mangels an Installateuren aber weiterhin bremsend wirken werde. Ein leichtes Wachstum des Baumarktes sei zudem auch in der Schweiz zu erwarten. "Für Grossbritannien sind wir wegen des Brexit vorsichtig", so Buhl. Was ein "harter" Brexit für Geberit im Hinblick auf die Entwicklung in Grossbritannien bedeuten würde, sei schwer vorherzusagen, meinte er, die Hauptsorge gelte vor allem dem schwachen Pfund.

Die Rohmaterialpreise dürften laut der Einschätzung von Buhl im ersten Semester 2017 im Durchschnitt höher liegen als im Vorjahr. Für 2017 ist indes wie üblich im zweiten Quartal eine allgemeine Preiserhöhung geplant.

AKTIENKURS: Im bisherigen Jahresverlauf liegen Geberit mit einem Plus von rund 7% etwas besser im Rennen als der Gesamtmarkt. Im Vorjahr hatte der Titel bereits 20% zugelegt.

Homepage: www.geberit.com

yl/dm/cf

(AWP)