Ausblick Geberit: Jahresumsatz von 3'070 Millionen Franken erwartet

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit gibt am Donnerstag, 17. Januar den Umsatz zum Geschäftsjahr 2018 bekannt. Zum AWP-Konsens haben insgesamt acht Analysten beigetragen.
16.01.2019 13:30
2018E
(in Mio Fr.)   AWP-Konsens    2017A    
 
Umsatz            3'070       2'908    

FOKUS: Der Jahresumsatz von Geberit dürfte insbesondere wegen des starken ersten Semesters gewachsen sein. In den ersten sechs Monaten hatte Geberit noch ein organisches Umsatzwachstum von 4,3 Prozent ausgewiesen, im dritten Quartal kam dann das Wachstum mit einem Plus von 0,7 Prozent beinahe zum Erliegen. In der Folge reduzierte der Sanitärtechnikkonzern auch die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr.

Verlangsamt hat sich im dritten Quartal unter anderem das Wachstum in Märkten wie Österreich, Frankreich, Niederlande oder Schweden. Und im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland besteht weiterhin das Problem, dass die Wachstumsmöglichkeiten wegen des Mangels an qualifizierten Sanitärinstallateuren beschränkt sind. "Die höhere Volatilität dürfte in den kommenden Quartalen wohl anhalten und die Wachstumsraten etwas geringer ausfallen als zuletzt", sagte denn auch CEO Christian Buhl im Oktober an einer Telefonkonferenz. Es gebe aber keine Anzeichen für einen Abschwung auf breiter Front und der Ausblick für die Bauindustrie bleibe positiv, versuchte er dennoch einen gewissen Optimismus zu verbreiten.

Die Analysten äussern sich in ihren Prognosen für den Umsatz von Geberit dennoch eher vorsichtig. Im angestammten Geschäft mit Installations- und Spülsystemen sowie im Rohrleitungsgeschäft dürfte Geberit stärker gewachsen sein als im zugekauften Sanitärkeramik-Geschäft, welches unter einer verhaltenen Dynamik in Skandinavien gelitten haben dürfte.

ZIELE: Im vergangenen Oktober hatte das Unternehmen den Ausblick auf das Gesamtjahr 2018 nach unten angepasst. So wurde ein währungsbereinigtes, organisches Wachstum des Umsatzes von rund 3 Prozent in Aussicht gestellt sowie eine adjustierte EBITDA-Marge im Bereich von 28 Prozent. Im August war das Unternehmen noch einen Tick optimistischer.

Für den Umsatz gilt über die Zyklen ein Wachstumsziel im Bereich von 4 bis 6 Prozent und für die EBITDA-Marge ein Zielband von 28 bis 30 Prozent.

PRO MEMORIA: Weiterhin als Herausforderung bezeichnete Buhl die Rohstoffpreise und die Entwicklung der Löhne, auch wenn die höheren Rohmaterialkosten mit den Preiserhöhungen im laufenden Jahr voll kompensiert werden konnten. Für die Rohstoffpreise prognostizierte er im vierten Quartal gegenüber dem dritten eine Stabilisierung, allerdings auf einem klar höheren Niveau als vor einem Jahr. Geberit ist mit den Produkten in den Bereichen Rohrleitungen und Sanitärtechnik von Preissteigerungen sowohl verschiedener Metalle als auch von Kunststoffen betroffen.

Auch in Analystenkreisen wird darauf hingewiesen, dass die Marge von Geberit wegen des Inflationsdrucks auf der Lohnseite weiterhin unter Druck bleiben dürfte. Zudem wird sich im vierten Quartal ein negativer Währungseffekt bemerkbar gemacht haben. Angaben zum Gewinn macht Geberit allerdings erst am 12. März.

AKTIENKURS: Die Aktie von Geberit ist mit einem Minus von bisher über 4 Prozent schwach ins neue Jahr gestartet, belastet zuletzt von zwei Abstufungen durch Goldman Sachs und die UBS. Sie steht auf einem Niveau so tief wie zuletzt im Sommer 2016. Im Vorjahr hatten die Papiere rund 10 Prozent an Wert eingebüsst.

hompage: www.geberit.ch

jl/cf/an

(AWP)

 

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