Ausblick Geberit: Neunmonatsumsatz von 2,39 Milliarden Franken erwartet

Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit veröffentlicht am Dienstag, 30. Oktober die Ergebnisse zu den ersten neun Monaten 2018. Insgesamt haben sieben Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
29.10.2018 12:51
(in Mio Fr.)            AWP-Konsens         9Mte 2017  
 
Umsatz                     2'392              2'202  
Adj. EBITDA                  711              653,0  
Adj. Reingewinn              525              485,9       

FOKUS: Geberit dürfte auch nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2018 ein solides Ergebnis vorlegen. Die Schätzungen der Analysten sehen für das dritte Quartal ein organisches Umsatzwachstum im Bereich des ersten Semesters von 4,3 Prozent oder allenfalls auch leicht darunter. Die pessimistischeren Prognosen verweisen auf das warme Wetter in Mitteleuropa und damit einhergehend schwächere Geschäfte in den Showrooms in Deutschland sowie Vorkaufseffekte wegen der zweiten Preiserhöhung in der Schweiz im Juli als negative Faktoren. Ausserdem hätten verschiedene Konkurrenten von Geberit eher schwache Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt, was es unwahrscheinlich erscheinen lasse, von Geberit das Gegenteil zu erwarten, hiess es.

Die operative Gewinnmarge von Geberit dürfte im dritten Quartal von höheren Rohstoffpreisen und Personalkosten negativ beeinflusst worden sein. Positiv müsste sich dagegen die Preisrunde in der Schweiz im Juli ausgewirkt haben. Gemäss den Schätzungen ist mit einer stabilen bis leicht rückläufigen Entwicklung der Marge zu rechnen.

ZIELE: Zum Ausblick auf das Gesamtjahr 2018 machte der Konzern im Rahmen der Halbjahreszahlenvorlage im August erstmals konkrete Angaben. Demnach wird mit einem währungsbereinigten Wachstum des Umsatzes von rund 4 Prozent sowie mit einer EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau (28,2%) gerechnet. Für den Umsatz gilt über die Zyklen ein Wachstumsziel im Bereich von 4 bis 6 Prozent.

PRO MEMORIA: Geberit rechnet weiterhin mit einem insgesamt guten Marktumfeld für die Bauindustrie. So zeigte sich CEO Christian Buhl an der Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen im August für den wichtigsten Einzelmarkt Deutschland "zuversichtlich für die weitere Nachfrage, auch wenn der Engpass bei den Installationskapazitäten weiter Bestand haben dürfte". Am Ausblick für Deutschland hat sich demnach gegenüber dem Stand von Anfang Mai nichts verändert. "Es besteht die Aussicht auf eine allenfalls leichte Entspannung bei den verfügbaren Sanitärinstallateuren", sagte er.

Einen stabilen Markt auf hohem Niveau erwartete er für die Schweiz. Und für weitere Länder wie Österreich, Benelux, Frankreich, Italien oder die iberische Halbinsel versprach er sich Wachstum. Etwas zurückhaltender war er mit seinen Prognosen für die nordischen Länder sowie für Grossbritannien. Auf der mit dem Brexit kämpfenden Insel entwickelte sich zuletzt insbesondere der Nicht-Wohnungsbereich rückläufig.

Die Prognose für die operative Marge auf Stufe EBITDA von "im Bereich des Vorjahres" wurde in Analystenkreisen im August als konservativ aufgefasst. Buhl präzisierte dabei, dass mit dem Vorjahreswert die bereinigte Marge von 28,2 Prozent gemeint ist. Im ersten Semester 2018 lag dieser Wert bei 29,8 Prozent.

Buhl ging aber davon aus, dass im zweiten Semester der tarifliche Druck auf die Löhne hoch bleiben werde und dass auch die Rohmaterialpreise im dritten Quartal weiter ansteigen werden. Für Vorhersagen darüber hinaus sei es noch zu früh, so Buhl. Geberit ging aber davon aus, dass die Rohstoffkosten im zweiten Semester insgesamt höher ausfallen werden als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

AKTIENKURS: Nach einem volatilen Jahresverlauf verzeichnen die Geberit-Aktien derzeit ein Jahresminus von rund 3 Prozent und notieren nicht mehr weit über dem Jahrestief bei 405,60 Franken vom Februar. 2017 hatte die Aktie gut 5 Prozent zugelegt.

ab/jl/cf

(AWP)

 

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