Ausblick Geberit: Quartalsumsatz von 822 Millionen Franken erwartet

Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit veröffentlicht am Donnerstag, 2. Mai die Ergebnisse zum ersten Quartal 2019. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
30.04.2019 15:21
Q1 2019E
(in Mio Fr.)       AWP-Konsens     Q1 2018A

Umsatz                821,8          823,1
EBITDA                240,1          245,4
Reingewinn            180,6          175,7

FOKUS: Geberit dürfte für das erste Quartal 2019 einen im Vergleich zur Vorjahresperiode gehaltenen bis leicht rückläufigen Umsatz rapportieren. Grund für die vorsichtigen Prognosen der Analysten ist einerseits der starke Vorjahreswert und andererseits die Schwäche des Euro. Bereinigt um die Währungseffekte dürfte ein leicht positives organisches Wachstum resultiert haben.

Auf Ebene der operativen Gewinnmarge könnten die tieferen Rohmaterialkosten und Effizienzgewinne etwas geholfen haben, Gegenwind kommt aber weiterhin von der Lohn-Inflation.

ZIELE: Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019 zeigte sich Geberit Mitte März zurückhaltend und wenig konkret. Es sei mit einem herausfordernden Geschäftsumfeld zu rechnen, hiess es. Generell habe sich die Volatilität erhöht und die Baumärkte hätten in einzelnen Ländern nachgelassen. Entsprechend sei in den verschiedenen Märkten mit einer unterschiedlichen Entwicklung zu rechnen. Insgesamt beurteilte Geberit die Baukonjunktur in Europa aber weiterhin positiv.

Ein Thema bleibt die Verfügbarkeit von Fachleuten in Deutschland. Dort ist das Wachstumspotential wegen der limitierten Installationskapazitäten weiterhin eingeschränkt. Die Situation hat sich diesbezüglich in den vergangenen Quartalen kaum verändert.

Ein gesundes Marktumfeld mit allerdings abnehmender Dynamik sieht das Unternehmen in Österreich und den Benelux-Ländern und eine stabile Marktentwicklung in Frankreich. Für den Heimmarkt Schweiz wird ein leicht rückläufiger Baumarkt prognostiziert. Insgesamt setzte sich Geberit zum Ziel, auch 2019 Marktanteile zu gewinnen und hohe Margen zu erwirtschaften.

PRO MEMORIA: Geberit sieht sich seit einiger Zeit mit einem Fachkräftemangel in einigen Märkten in Deutschland konfrontiert. Damit einher geht auch ein steigender Druck auf die Löhne. "Dies ist für uns eine Herausforderung. Wir gehen 2019 von einem Lohnwachstum für den Konzern von rund 3 Prozent aus", sagte CEO Christian Buhl an der Bilanzmedienkonferenz im März.

2018 lag die Lohninflation noch bei 2,7 Prozent, sie dürfte damit im laufenden Jahr also nochmals zunehmen. Buhl strich insbesondere den grössten Geberit-Markt Deutschland hervor, wo eine Lohnsteigerung um 3 Prozent erwartet wird, sowie Polen, wo die Löhne gar um 6 Prozent ansteigen sollen. Besserung ist derzeit offenbar nicht in Sicht. Buhl geht jedenfalls davon aus, dass sich die Situation in Deutschland im laufenden Jahr nicht ändern wird. Ähnlich präsentiere sich die Lage mittlerweile auch in den Niederlanden.

Die Rohmaterialpreise haben sich laut dem CEO im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Schlussquartal des Vorjahres etwas entspannt. Für das zweite Quartal sah er diese aber bereits wieder auf einem höheren Level.

AKTIENKURS: Die Aktie verzeichnet im bisherigen Jahresverlauf ein Plus von rund 11 Prozent und hinkt damit dem Gesamtmarkt SMI etwas hinterher. Im Vorjahr resultierte eine Minus von knapp 11 Prozent.

Homepage: www.geberit.com

an/cf

(AWP)

 

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