Ausblick Givaudan: Umsatz 9 Mte von durchschnittlich 3,51 Mrd CHF erwartet

Zürich (awp) - Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan veröffentlicht am Montag, 10. Oktober, die Umsatzzahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2016. Insgesamt haben sieben Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
07.10.2016 14:00
9Mte 2016
(in Mio CHF)      AWP-Konsens      9Mte 2015

Umsatz Gruppe        3'513           3'296        
- Riechstoffe        1'709           1'563        
- Aromen             1'805           1'733       

FOKUS: Analysten erwarten vom Aromen- und Riechstoffkonzern eine robuste Umsatzentwicklung im dritten Quartal, auch wenn das Wachstumstempo aus den ersten sechs Monaten nun etwas nachlassen dürfte. Als Gründe wird einerseits die hohe Vergleichsbasis des Vorjahres angeführt, andererseits dürften die positiven Preiseffekte besonders in Südamerika schwinden. Mit Blick auf die beiden Bereiche dürfte das Wachstum bei den Riechstoffen (Fragrances) höher ausfallen als bei den Aromen (Flavors).

Von Interesse ist auch die Entwicklung der jüngsten Zukäufe Induchem und Spicetec. Eine Anpassung der Mittelfristziele wird unterdessen nicht erwartet.

ZIELE: An der Investorenkonferenz Ende August bestätigte Givaudan wie erwartet die Mittelfristziele. Entsprechend will der Konzern unverändert für 2015-2020 im Durchschnitt ein organisches Wachstum von 4-5% erzielen, die Free-Cashflow-Rendite soll bei 12-17% liegen.

Mit Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses Mitte Juli bereitete derweil CEO Gilles Andrier Anleger auf ein schwächeres Wachstum im zweiten Halbjahr verglichen mit dem ersten Semester vor. Das Wachstum werde im zweiten Semester aufgrund der höheren Vergleichsbasis sicher nicht auf dem Niveau des ersten Halbjahrs sein, sagte der CEO gegenüber AWP.

PRO MEMORIA: Im ersten Halbjahr legte Givaudan sowohl beim Umsatz als auch Gewinn zu. Der Umsatz kletterte um 7% auf 2,33 Mrd CHF, unterm Strich verdiente der Aromen- und Riechstoffhersteller mit 368 Mio 7,6% mehr. Begünstigt wurde das Ergebnis dabei durch einen Sondergewinn über 55 Mio CHF, wobei auch im Vorjahr ein einmaliger Gewinn von 20 Mio CHF verbucht worden war.

Ende August zeigte sich CEO Andrier zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. "Wir sind gut in unseren neuen Fünf-Jahresplan gestartet, haben aber noch 4,5 Jahre vor uns", sagte der Firmenchef. Mit Blick auf die jüngste Akquisition - Spicetec - zeigte sich Andrier zuversichtlich. Es stimme zwar, dass das Unternehmen eine tiefere Profitabilität habe als Givaudan selbst. "Allerdings würden wir keine Übernahme tätigen, wenn es hier nicht Verbesserungspotenzial geben würde", sagte er. Insgesamt sei Spicetec nicht mit Blick auf mögliche Kostensynergien gekauft worden, sondern biete Wachstumschancen.

AKTIENKURS: Seit Jahresbeginn schlägt sich die Givaudan-Aktie gut - sie gilt als einer der sicheren und defensiven Häfen in der Branche. Im Juli wurde das bisherige Jahreshoch bei 2'106 CHF erreicht - ein Plus verglichen mit dem Schlusskurs 2015 von fast 16%. Zuletzt ging es im Zuge der allgemeinen Markturbulenzen wieder etwas abwärts. Mit Kursen von 1'998 CHF steht aber immer noch ein komfortabler Gewinn von rund +10% zu Buche, während der Gesamtmarkt gemessen am SMI mit rund 7% im Minus steht.

Homepage: www.givaudan.com

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(AWP)