Ausblick Kühne+Nagel: 9-Monatsgewinn von durchschnittlich 546 Mio CHF erwartet

Zürich (awp) - Das Logistikunternehmen Kühne+Nagel publiziert am Dienstag, 18. Oktober die Zahlen zu den ersten neun Monaten bzw. zum dritten Quartal 2016. Acht Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.
17.10.2016 14:00
9M 2016
(in Mio CHF)       AWP-Konsens    9M 2015

Nettoumsatz          12'382        12'426                
Bruttogewinn          4'936         4'609               
EBITDA                  838           777             
EBIT                    701           640             
Reingewinn n.Mind.      546           510             

FOKUS: Wenn der Logistik-Konzern Kühne+Nagel seine Zahlen für das dritte Quartal bzw. die ersten neun Monate vorlegt, rechnen die meisten Analysten mit weiterem Wachstum und einem Ausbau der Marktanteile. Einig sind sich die Experten auch, dass der Konzern in der Seefracht etwas stärker gewachsen ist als in der Luftfracht. Dennoch sollte es dem Konzern auch bei den Lufttransporten gelungen sein, besser als der eher schwach erwartete Markt zugelegt zu haben.

Während der Umsatz auf Gruppenebene nach Ansicht der Experten nahezu auf Vorjahresniveau ausfallen dürfte, sehen sie auf Gewinnseite Wachstumspotenzial. Wie die Analysten unisono hervorheben, gelingt es Kühne+Nagel immer wieder, auch in einem schwierigen Umfeld den Marktanteile auszubauen. Entsprechend dürften jegliche Kommentare zum Volumenwachstum auf See oder in der Luft sehr genau beachtet werden.

ZIELE: Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im Juli hatte sich das Management zuversichtlich gezeigt, "die Dynamik bei Volumen und Ertrag im zweiten Halbjahr beibehalten zu können." Weiterhin rechne man für das Gesamtjahr mit einer EBIT-Marge von "mindestens 5%", hiess es. Im Geschäftsjahr 2015 kam sie bei 5,1% zu liegen. Ebenfalls bestätigt wurde das Ziel der Steigerung von Volumen, Marktanteilen und EBIT im laufenden Geschäftsjahr.

PRO MEMORIA: Wirklich viele Unternehmensnachrichten gab es seit den Halbjahreszahlen nicht. So informierte Kühne+Nagel beispielsweise über Vertragsverlängerungen mit Akzo Nobel und Daimler, wobei der Stuttgarter Autobauer seinen Vertrag mit der Kühne-Tochter Stute Logistics verlängert hat. Für den Münchner Autobauer BMW wiederum betreibt Kühne ab voraussichtlich Dezember 2016 ein neues Verteilerzentrum in Wallersdorf.

Wichtig für das Unternehmen und den weiteren Geschäftsverlauf dürften noch die jüngsten Aussagen der Welthandelsorganisation WTO sein. Ende September hatte diese ihre Wachstumsprognosen für 2016 und 2017 reduziert. Demnach dürfte das Wachstum im laufenden Jahr so niedrig sein wie zuletzt zu Zeiten der Finanzkrise 2009.

AKTIENKURS: Die Aktien von Kühne+Nagel haben seit Jahresbeginn knapp 1% an Wert verloren. Zum Vergleich: Der SPI hat im gleichen Zeitraum knapp 4% abgegeben. Wie die Experten von JPMorgan schreiben, könne man die Papiere mehr oder weniger mit einem festverzinslichen Papier gleichstellen, da sie über eine Dividendenrendite von etwa 4% anhaltend solide Erträge abwerfen würden.

Homepage: www.kuehne-nagel.com

yl/

(AWP)