Ausblick LafargeHolcim: Analysten erwarten Netto-Umsatz bei 7'352 Mio CHF

Zürich (awp) - Der Baustoffhersteller LafargeHolcim präsentiert am Freitag, 4. November, das Geschäftsergebnis zum dritten Quartal 2016. Insgesamt neun Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.
03.11.2016 14:02
Q3 2016E
(in Mio CHF)                 AWP-Konsens   Q3 2015A

Netto-Umsatz                    7'352        7'825
Operativer EBITDA bereinigt*    1'671        1'639

* bereinigt um Transaktions- und Restrukturierungskosten

FOKUS: Die Analysten rechnen mit einem Umsatzrückgang bei gleichzeitig gestiegenem adjustieren EBITDA. Als Gründe hierfür werden Synergien und Preissteigerungen in einigen Märkten gesehen. Die laufenden Kostenreduzierungen dürften ebenfalls Wirkung gezeigt haben. Die Vergleichsbasis sei aufgrund der laufenden Devestitionen schwierig. Bei der Guidance wird mindestens eine Bestätigung erwartet.

ZIELE: Die aktuelle Guidance hatte das Management gegenüber der Presse zuletzt Mitte September bestätigt. Mit Veröffentlichung der Halbjahreszahlen wurde ein Anstieg des bereinigten EBITDA auf vergleichbarer Basis im "hohen einstelligen Bereich" prognostiziert. Die Nachfrageerwartungen wurden im August etwas gesenkt. Neu wird mit einer Steigerung in den Märkten des Konzerns von 1-3% gerechnet, verglichen mit 2-4% zuvor. Als Grund nannte LafargeHolcim-CEO Eric Olsen die Entwicklung in "ausgewählten Ländern" in der ersten Jahreshälfte.

PRO MEMORIA: Er sei "zunehmend zuversichtlich", die Jahresziele zu erreichen, sagte der LafargeHolcim-CEO in einem Interview Mitte Oktober. Auch der Verkauf von Unternehmensteilen soll wie geplant weitergeführt werden. Das Ziel von Devestitionen im Volumen von 5 Mrd CHF bis Ende 2016 basiere auf konkreten Plänen. "Teil unserer Strategie ist aktives Portfoliomanagement. Wir werden also auch über 2017 hinaus Aktivitäten abstossen, die keine Aussicht bieten, die Kapitalkosten zu verdienen. Sobald wir die Nettoverschuldung bis zu einem gewissen Grad reduziert haben, werden wir mehr Mittel an die Aktionäre zurückführen", so der CEO weiter. In den vergangenen Monaten habe LafargeHolcim in einer Mehrzahl der Märkte Preiserhöhungen vorgenommenen.

In einem anderen Interview strich Olsen die Bedeutung der Kostenkontrolle stärker heraus. "Wir werden die geplanten Kostenreduktionen am 18. November anlässlich unseres Investorentages zum Thema machen", sagte der Konzernchef. Zudem werde eine Änderung des Firmennamens erwogen. Der Name einer Gesellschaft und die Marke stünden in einem Zusammenhang, sagte er. "Die Marke hat einen Wert. Wir haben zwei, Lafarge und Holcim. Es ist nun an uns, eine einzige Weltmarke daraus zu machen."

Der Verwaltungsratspräsident von LafargeHolcim, Beat Hess, sieht die Integration als weitgehend abgeschlossen. "Diese Phase liegt hinter uns, die Integration der beiden Unternehmen ist weitgehend abgeschlossen", sagte Hess in einem Interview im September. Die Strukturen sollen aber weiter angepasst werden. Das nächste strategische Ziel sei nun zu überprüfen, in welchen Ländern LafargeHolcim noch aktiv sein wolle. Das Unternehmen erzielt laut Hess 80% des Betriebsgewinns in 25 Ländern. In 25 weiteren Ländern bestehe viel Verbesserungspotential.

Im August hatte der Konzern Veränderungen in der Konzernleitung bekanntgegeben. Die Regionalleiter Alain Bourguignon (Nordamerika) und Ian Thackwray (Asien/Ozeanien) scheiden aus der Konzernleitung aus und werden durch Martin Kriegner und Oliver Osswalde ersetzt.

AKTIENKURS: Die LafargeHolcim-Aktien haben sich in den vergangenen Monaten erholt. Seit Publikation der Halbjahreszahlen im August hält sich der Kurs um oder über der Marke von 50 CHF. Das Jahrestief vom Februar lag noch bei 33,29 CHF. Aktuell gehen die Titel zu 51,10 CHF um.

Website: www.lafargeholcim.com

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(AWP)