Ausblick Novartis: Q3-Umsatz von 12,9 Milliarden US-Dollar erwartet

Der Pharmakonzern Novartis präsentiert am Donnerstag, 18. Oktober, die Ergebnisse zum dritten Quartal 2018. Insgesamt haben acht Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
17.10.2018 13:00
Q3 18E
(in Mio USD)       AWP-Konsens          Q3 17A

Umsatz:
- Gruppe             12'871             12'413
- Innovative Med.     8'631              8'117
- Sandoz              2'448              2'584
- Alcon               1'776              1'712
EBIT (core)           3'527              3'382

(in USD)
EPS (core)             1,29               1,29

FOKUS: Bei Novartis werden Investoren auf verschiedene Aspekte achten, wenn der Pharmakonzern über den Geschäftsverlauf im dritten Quartal berichtet. Allen voran stellt sich die Frage, ob Novartis seinen Ausblick für das Gesamtjahr nach oben anpassen wird, wie es einige Analysten für mögliche halten. Allerdings hatte Finanzchef Harry Kirsch selbst einen solchen Schritt im Juli als möglich erklärt.

So könnte der Pharmakonzern beim Umsatz neu ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwarten, nachdem er zuvor eine Spanne vom tiefen einstelligen Bereich ausgehend prognostiziert hatte. Auch beim operativen Kerngewinn könnte bei der bisherigen Spanne "niedriger bis mittlerer einstelliger Prozentbereich" das untere Band wegfallen und damit schlicht ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet werden.

Zudem werden Investoren genau schauen, wie stark sich der anhaltende Preisdruck in den USA auf die Geschäfte der Generika-Tochter Sandoz ausgewirkt hat. Gleichzeitig sollte die Tatsache, dass sich Novartis vom US-Dermatologiegeschäft sowie dem Portfolio mit generischen Tabletten trennt, diese Belastung bald beenden.

Derweil gehen die meisten Analysten davon aus, dass die Pharmasparte weiterhin stark gewachsen sein dürfte. Hierzu dürften einerseits das vor einigen Jahren übernommene Onkologie-Portfolio von GSK beitragen, aber auch das Herzmittel Entresto und das Schuppenflechtemittel Cosentyx. Gerade mit Blick auf letzeres melden sich aber auch schon erste vorsichtige Stimmen, dass das zuletzt starke Wachstum durch den Markteintritt neuer Konkurrenzmittel eingetrübt werden könnte.

ZIELE: Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen hatte Novartis seinen bisherigen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Demnach rechnet der Konzern für 2018 auf Gruppenebene zu konstanten Wechselkursen mit einem Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Kernergebnis soll 2018 um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz steigen.

PRO MEMORIA: Mit Blick auf die Pipeline dürften die EU-Zulassungen für die personalisierte Zelltherapie Kymriah und auch das Migräne-Mittel Aimovig zu den wichtigen Ereignissen zählen. Mit Blick auf Kymriah hat Novartis zudem angekündigt, bis zu 450 neue Stellen am Produktionsstandort Stein für die Herstellung von Zell- und Gentherapien zu schaffen. Dafür sind gestaffelt Investitionen von bis zu 90 Millionen Franken geplant. Das teilte der Konzern Ende August mit.

Gut einen Monat später informierte der Konzern über einen umfassenden Stellenabbau in der Produktion und im Dienstleistungsbereich in Basel, Schweizerhalle, Stein und Locarno. Der Abbau soll gestaffelt über vier Jahre erfolgen. Ziel dieser Pläne ist es, die Effektivität und Effizienz zu erhöhen.

Dies wiederum stehe auch im Zusammenhang mit der allgemeinen stärkeren Fokussierung. So will der seit Februar 2018 amtierende CEO Vas Narasimhan Novartis in einen fokussierten Pharmakonzern umbauen, der sich auf verschiedene Kern-Indikationen wie etwa die Zelltherapie fokussiere.

Im Zuge dieser Fokussierung steht für das kommende Jahr die Abspaltung der Augensparte Alcon auf der Agenda. Auch der Verkauf von Teilen des US-Generikageschäftes soll im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

AKTIENKURS: Seit Jahresbeginn steht bei den Novartis-Aktien mittlerweile ein Plus von knapp 0,1 Prozent zu Buche. Unter den Blue Chips bewegen sie sich damit im oberen Drittel. Der Leitindex SMI hat derweil annähernd 8 Prozent seit Jahresbeginn verloren.

hr/an

(AWP)

 
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