Ausblick Novartis: Quartalsumsatz von 12,68 Milliarden US-Dollar erwartet

Das Pharmaunternehmen Novartis veröffentlicht am Mittwoch, 24. April, die Ergebnisse für das erste Quartal 2019. Insgesamt haben zehn Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
23.04.2019 13:45
Q1 2019E
(in Mio USD)        AWP-Konsens    Q1 2018A   

Umsatz:                                                
- Gruppe              12'680       12'694        
- Innovative Med.      8'525        8'398        
- Sandoz               2'362        2'517       
- Alcon                1'768        1'779       
EBIT (core)*           3'342        3'340         
Reingewinn (core)*     2'836        2'982       

(in USD)
EPS (core)*             1,20         1,28        


*) Kern-Zahlen bereinigt um Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten, 
   den Einfluss akquisitionsbedingter Faktoren und andere wesentliche 
   Sonderpositionen          

FOKUS: Bei Novartis warten Investoren im Zuge der Zahlenvorlage vor allem auf eine aktualisierte Prognose. Denn mit der Abspaltung der Augensparte dürfte der Pharmakonzern die eigenen Ziele überarbeitet haben und hierzu eine neue Richtlinie ausgeben. Zudem dürfte es auch aktualisierte und der neuen Struktur angepasste Konzernzahlen geben.

Neben diesen strukturellen Fragen dürften sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Pipeline richten. So bleibt nach wie vor die Frage, welchen Preis Novartis für die Genersatztherapie Zolgensma setzen wird. Die unabhängige Organisation ICER hatte zuletzt Preise genannt, die klar unter dem liegen, was Novartis bislang vorschwebte.

Zudem werden Investoren sich Aufschluss über die Neueinführungen Lutathera und Mayzent erhoffen. Gerade das MS-Mittel Mayzent war bei Analysten auf positives Echo gestossen, nachdem die FDA das Mittel mit einem recht breit ausgelegten Beipackzettel zugelassen hat.

Zudem werden aber auch einige Problempunkte wie die Produktionsengpässe für die personalisierte Zelltherapie Kyrian für Gesprächsbedarf sorgen. Ebenso die Frage, ob es Novartis angesichts der eher negativen Währungseinflüsse gelungen ist, die Margen zu steigern.

Nach dem Spin-Off von Alcon wird aber vor allem die Generika-Tochter Sandoz stärker in den Fokus rücken. Immerhin will Novartis die Tochter innerhalb des Unternehmens eigenständiger aufstellen.

ZIELE: Bei der Vorlage der Jahreszahlen Ende Januar hatte Novartis angekündigt, den Gruppenumsatz 2019 im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern zu wollen. Das operative Kernergebnis soll im mittleren bis hohen Prozentbereich steigen.

Analysten erwarten, dass diese Ziele der neuen Struktur etwas angepasst werden. Allerdings gehen Experten wie etwa bei Kepler nicht davon aus, dass sich die angepeilten Wachstumsraten dabei stark verändern werden. Vielmehr dürfte Novartis möglicherweise den Währungseffekten einen stärkeren Einfluss einräumen. Denn wie den Schätzungen der Experten zu entnehmen ist, gehen sie davon aus, dass sich dieser Effekt schon im ersten Quartal belastend auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt haben dürfte.

PRO MEMORIA: Zu den wichtigen Pipeline-Meldungen gehört eine Vergleichsstudie, in der das Schuppenflechtemittel Cosentyx gegenüber Janssens Stelara zu einer deutlicheren Verbesserung der Lebensqualität geführt hat.

Ein weiteres Highlight seit den Jahreszahlen Ende Januar ist auf Produktseite auch die US-Zulassung für das MS-Mittel Mayzent. Analysten haben hier vor allem auf das breite Label verwiesen. So kann das Novartis-Mittel zur Behandlung verschiedener Formen von multipler Sklerose eingesetzt werden.

Für Gesprächsstoff hat auch die Generika-Tochter Sandoz gesorgt. So hatte einerseits der Novartis VRP Jörg Reinhardt in einem Interview erklärt Novartis plane nach dem Spin-Off von Alcon keine weiteren Abspaltungen. "Es gibt auch keine konkreten Überlegungen, die die Abspaltung von Sandoz zum Ziel hätten," ergänzte er. Nur eine Woche später dann erklärte der Sandoz-Chef Richard Francis seinen Rücktritt und begründete diesen Schritt mit dem bevorstehenden Umbauprozess der Sparte.

Fragen hat der Streit mit dem US-Partner Amgen über die gemeinsame Vermarktung des Migränemittels Aimovig aufgeworfen. Anfang April bestätigte der Konzern, dass Amgen eine Migräne-Kooperationsvereinbarung mit Novartis wegen einer angeblich wesentlichen Verletzung aufgekündigt hatte.

AKTIENKURS: Mit einem Plus von 6 Prozent seit Jahresbeginn gehören die Novartis-Aktien zu den Schlusslichtern im Leitindex SMI. Gefragt waren die Papiere nur kurzzeitig, als die Risikobereitschaft der Investoren angesichts der allgemeinen Konjunktursorgen auf einem Tiefpunkt war. Mit steigender Risikobereitschaft haben defensive Anlagen an Attraktivität verloren. Branchenkollege Roche gehört mit einem Plus von gut 9 Prozent ebenfalls zu den Schlusslichtern. Der SMI hat zeitgleich annähernd 14 Prozent gewonnen.

Homepage: www.novartis.com

hr/ab

(AWP)

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