Ausblick Roche: Quartalsumsatz von knapp 14,3 Milliarden Franken erwartet

Der Pharmakonzern Roche veröffentlicht am Mittwoch, 17. April, Umsatzzahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2019. Insgesamt haben zehn Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
16.04.2019 14:01
Q1 2019E
(in Mio Fr.)         AWP-Konsens    Q1 2018A   

Umsatz Gruppe           14'260      13'583            
Umsatz Pharma           11'194      10'672         
- Herceptin              1'570       1'774           
- Rituxan                1'614       1'713           
- Avastin                1'663       1'640         
- Ocrevus                  746         479         
- Tecentriq                262         139         
- Hemlibra                 143          23           
Umsatz Diagnostics       3'045       2'911      

FOKUS: Wenn Roche über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal berichtet, werden Investoren vor allem auf das Verhältnis zwischen neu lancierten Mitteln und den Einbussen durch Nachahmerprodukte schauen. Nachdem Roche selbst zuletzt immer wieder betont hat, dass es dank seiner neuen Mittel die wegbrechenden Umsätze bei seinen Blockbustern mehr als ausgleichen kann, zeigen sich auch die meisten Analysten recht zuversichtlich. Roche sollte ihrer Ansicht nach die eigene Zielsetzung erfüllen und im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen.

Derweil dürfte der Währungseinfluss nach Ansicht der Analysten in etwa Roches eigenen Prognosen entsprechen und mit einem Prozent positiv gewirkt haben.

ZIELE: Bei der Vorlage der Jahreszahlen Ende Januar kündigte Roche an, 2019 zu konstanten Wechselkursen ein Verkaufswachstum im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen zu wollen. Damit war Roche deutlich zuversichtlicher als die meisten Analysten erwartet hatten. Der Kerngewinn je Titel soll im Gleichschritt mit dem Verkaufswachstum zulegen.

PRO MEMORIA: Einer der wichtigen Schachzüge von Roche ist ohne Frage die Ende Februar angekündigte Übernahme von Spark Therapeutics. Für 4,3 Milliarden US-Dollar will sich Roche über den Zukauf eine führende Position in dem immer wichtiger werdenden Markt für Gentherapien sichern. Allerdings gab es zuletzt gewissen Widerstand von den Spark-Aktionären und auch die Annahmequote liess zu wünschen übrig, so dass der Konzern die Angebotsfrist verlängert hat.

Auf Produkt-Seite gab es seit den Jahreszahlen weniger Daten, dafür aber verschiedene Nachrichten zu den jeweiligen Zulassungsanträgen. So hat Roche etwa für sein Immuntherapeutikum Tecentriq in verschiedenen Kombinationen etwa die US-Zulassung zur Behandlung von bestimmten Formen von Lungenkrebs und auch bei Brustkrebs erhalten.

Etwas mehr Klarheit dürften sich Marktteilnehmer zudem über Venclexta erhoffen. Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA für die Roche-Tochter Genentech und den Partner AbbVie einen Marschhalt für alle klinischen Forschungsprogramme mit Venclexta zur Behandlung des Multiplen Myeloms verfügt hat. Hintergrund sei ein höherer Anteil an Todesfällen bei den Patienten in der Phase-3-Studie BELLINI, die mit dem Medikament behandelt wurden, als in der Kontrollgruppe.

AKTIENKURS: Die Genussscheine von Roche haben im bisherigen Jahresverlauf 9,5 Prozent hinzugewonnen. Damit liegen sie in etwa gleichauf mit Konkurrent Novartis. Unter den Blue Chips bewegen sich die beiden Pharmas allerdings eher am Ende des Mittelfeldes. Der Leitindex SMI hat seine Gewinne seit Jahresbeginn auf 12,5 Prozent ausgebaut.

hr/ab

(AWP)

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