Ausblick Schindler: 9-Monatsumsatz im Durchschnitt bei 7,26 Mrd CHF veranschlagt

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler gibt am Dienstag, 24. Oktober die Resultate für die ersten neun Monate 2017 bekannt. Insgesamt acht Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.
23.10.2017 14:03
9Mte 2017      
(in Mio CHF)      AWP-Konsens       9Mte 2016

Auftragseingang      8'044            7'675            
Umsatz               7'258            7'054            
EBIT                   853              781            
Reingewinn             633              586            

FOKUS: Analysten gehen davon aus, dass Schindler in den ersten neun Monaten spürbar gewachsen ist. Beim Umsatz wird gemäss AWP-Konsens ein Plus von 2,9% erwartet. Beim Bestellungseingang prognostizieren die Experten ebenfalls höhere Werte.

Das Unternehmen selber hatte sich zum Halbjahr zuversichtlich für die restlichen Monate des Geschäftsjahres gezeigt. CFO Erich Ammann hatte dafür zwei Hauptgründe genannt: So habe sich die Devestition des Japan-Geschäfts im ersten Halbjahr dämpfend auf das Wachstum ausgewirkt; dieser Effekt werde sich im zweiten Semester verwässern. "Zweitens erwarten wir nun, dass Projekte auf den Baustellen umgesetzt werden und somit Bestellungen zu Umsatz werden", meinte er damals. Der Auftragsbestand von Schindler war zur Jahresmitte mit 10,3 Mrd CHF sehr hoch.

Ein Fragezeichen ist der Geschäftsgang in China. CFO Ammann meinte bei der Präsentation der Semesterzahlen, dass Schindler in der zweiten Jahreshälfte in diesem Schlüsselmarkt möglicherweise trotz der dortigen schwierigen Marktbedingungen wachsen werde. Garantieren könne er dies aber nicht, denn die Unsicherheiten seien nach wie vor gross.

ZIELE: Für das Gesamtjahr gab sich das Unternehmen zuletzt zuversichtlich. So bestätigte das Management im August das Ziel für das Umsatzwachstum: Es wird ein Plus von 3% bis 5% in Lokalwährungen angepeilt, obwohl weiterhin mit einem stagnierenden Gesamtmarkt für neue Lifte und Rolltreppen gerechnet wird und obwohl im ersten Halbjahr nur ein Wert von 2,9% erreicht wurde.

Bei der EBIT-Marge erwartete das Management im zweiten Halbjahr keine Verbesserungen, es wurde eine Marge von 11,7% in Aussicht gestellt. CFO Ammann begründete dies mit voraussichtlich höheren Volumina im margenschwächeren Neuinstallationsgeschäft, steigenden Rohmaterialpreisen und dem Preisdruck in China. Dies alles mache weitere Effizienzfortschritte zunichte.

Der Konzerngewinn soll zwischen 840 und 880 Mio CHF zu liegen kommen. Das entspricht einer Verbesserung von 2% bis 7% gegenüber dem Vorjahreswert von 823 Mio. Nimmt man hingegen den um positive Sondereffekte bereinigten Jahresgewinn von 766 Mio CHF zum Massstab, macht die Verbesserung 10% bis 15% aus.

PRO MEMORIA: CEO Thomas Oetterli zeigte sich im August in einem Zeitungsinterview (HaZ) optimistisch für das Indiengeschäft. Die Situation habe sich beruhigt, nachdem Schindler dort wegen der Bargeld-Reform zuletzt einen Dämpfer erlitten habe. "Ich gehe davon aus, dass der Markt im zweiten Quartal 2017 wieder zur Normalität zurückkehrt und anziehen wird. Die Aussichten sind sehr gut", so der CEO. Es gebe keinen guten Grund, weshalb der indische Markt langfristig neunmal kleiner als der chinesische bleiben solle.

Im ersten Halbjahr hatte Schindler den Umsatz um knapp 3% auf 4,77 Mrd CHF gesteigert, der EBIT kletterte um knapp 11% auf 558 Mio und unter dem Strich standen mit 419 Mio fast 13% mehr.

AKTIENKURS: Die Partizipationsschein haben sich seit Jahresbeginn etwas besser als der Gesamtmarkt geschlagen. Zuletzt steht ein Plus von rund 22% zu Buche, während der Gesamtmarkt gemessen am SPI rund 18% gutgemacht hat.

Homepage: www.schindler.ch

jl/yl/rw

(AWP)