Ausblick Schindler: 9-Monatsumsatz von durchschnittlich 7,55 Mrd CHF erwartet

Zürich (awp) - Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler gibt am Dienstag, 25. Oktober die Resultate für die ersten neun Monate 2016 bekannt. Insgesamt elf Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.
24.10.2016 14:06
9 Mte 2016      
(in Mio CHF)       AWP-Konsens    9 Mte 2015

Auftragseingang      7'549           7'361          
Umsatz               7'069           6'802            
EBIT                   774             725           
Reingewinn             573             553            

FOKUS: Analysten rechnen im Schnitt mit einem 2,6% höheren Auftragseingang und einem 3,9% höheren Umsatz. Von Interesse sind dabei vor allem Aussagen zum wichtigen Markt China. CEO Thomas Oetterli erwartete bei der Präsentation der Halbjahreszahlen für das Gesamtjahr eine Schrumpfung des Marktes um 5% bis 7%. Auch Schindler büsste im ersten Halbjahr in China an Umsatz ein, ohne dies jedoch zu beziffern. Als Hauptgrund gab das Management damals an, dass Kunden zögerten, bestellte Aufträge abzurufen. Es sei möglich, dieses Minus im zweiten Halbjahr aufzuholen, wurde gleichzeitig betont. Nun erhofft man sich dazu mehr Klarheit.

Bei den Gewinnzahlen wird beim EBIT im Schnitt ein Plus von 6,5% und beim Reingewinn von 3,6% erwartet. Laut dem ZKB-Analysten sei das relativ geringe Plus beim Reingewinn eine Folge von negativen Hedgingeffekten im Finanzergebnis.

Eine Überraschung wäre es für die meisten Experten, wenn für das Gesamtjahr neue Ziele ausgegeben würden. Zum Teil wird jedoch beim Reingewinn damit gerechnet, weil wegen des Abbaus der Beteiligung am IT-Logistiker Also ein Buchgewinn anfalle. Interessieren würden zudem erste Hinweise auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2017.

ZIELE: Für das Gesamtjahr 2016 engte Schindler bei der Präsentation der Halbjahreszahlen das Zielband für das Umsatzwachstum (in Lokalwährungen) leicht ein: Nun wird ein Plus von 3% bis 5% statt eines von 3% bis 7% angepeilt. Der Konzerngewinn wird zudem zwischen 750 und 800 Mio CHF erwartet. Mit anderen Worten: Es wird für das zweite Semester mindestens ein Gewinn auf dem Niveau des ersten Halbjahres (372 Mio) in Aussicht gestellt.

Das Schindler-Management zeigte sich bei der Präsentation der Halbjahreszahlen zudem optimistisch, bei der EBIT-Marge im Gesamtjahr vor und nach Restrukturierungskosten die 11%-Marke zu knacken. "Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Ziel vor Restrukturierungskosten erreichen werden und wir geben uns Mühe, das Ziel auch inklusive dieser Kosten zu erreichen", sagte CEO Thomas Oetterli damals.

PRO MEMORIA: Anfang Oktober gab Schindler bekannt, dass der Verkauf des japanischen Liftgeschäfts an Otis abgeschlossen sei. Das Unternehmen hatte den Verkauf Anfang April angekündigt. Der Entscheid habe auf dem insgesamt geringen Marktanteil basiert sowie dem bereits erfolgten Rückzug aus dem Neuanlagenverkauf vor rund zehn Jahren, hatte es damals geheissen.

Schindler arbeitet in Zukunft mit dem chinesischen Telekomausrüster Huawei zusammen. Die beiden Unternehmen wollen bei der Entwicklung von intelligenten Komponenten zur Anbindung von Liften und Rolltreppen über das "Internet der Dinge" kooperieren, wie es im September hiess.

Ebenfalls im September übernahm Schindler die Mehrheit am exklusiven Vertreiber von XJ-Liften in Singapur, Asien-Pazifik und Mittleren Osten. Schindler ist seit 2014 Mehrheitsbesitzerin des Liftbauers XJ, bei deren Vertriebspartner Schindler jetzt eingestiegen ist.

AKTIENKURS: Die Schindler-Papiere gehören mit einem Plus von rund 10% nach wie vor zu den Titeln mit einer überdurchschnittlichen Performance seit Anfang Jahr. Vom Jahres- und gleichzeitigen Allzeithoch von 196,80 CHF vom August haben sie sich jedoch entfernt und notieren gegenwärtig bei rund 185 CHF.

Homepage: www.schindler.ch

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(AWP)