Ausblick Schindler: 9Mte-Umsatz von 7,99 Milliarden Franken erwartet

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler gibt am Dienstag, 23. Oktober die Resultate für die ersten neun Monate 2018 bekannt. Insgesamt neun Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.
22.10.2018 13:31
9Mte 2018E      
(in Mio Fr.)       AWP-Konsens      9Mte 2017A

Auftragseingang       8'787            8'083
Umsatz                7'993            7'359
EBIT                    940              860
Reingewinn              749              648


Q3 2018E          AWP-Konsens         Q3 2017A
(in %)
Umsatz-Wachstum*        6,0              6,3


* in Lokalwährungen

FOKUS: Die Analysten rechnen auch im dritten Quartal beim Aufzug- und Fahrtreppenbauer Schindler mit einem soliden Wachstum. Allerdings könnte das Plus etwas geringer ausfallen als im ersten Halbjahr. Im Fokus stehe erneut die Preisentwicklung in China und in anderen Regionen, grosse Infrastruktur- und Bürogebäudeprojekte und die Frage, ob die Strategie der Modulbauweise Vorteile bei der Profitabilität gebracht habe. Die Marge müsse sich im Quartal verbessert haben, wenn das Unternehmen an seiner Guidance festhalten will.

ZIELE: Mit den Halbjahreszahlen im August hatte das Management die Guidance für das Gesamtjahr angehoben. Beim Umsatz wurde neu ein Plus von 5 bis 7 Prozent in Lokalwährungen angepeilt, nach zuvor 3 bis 5 Prozent. Beim Konzerngewinn wird ein Wert von 960 Millionen und 1,01 Milliarden Franken erwartet (VJ 884 Mio). "Die Markttrends des ersten Halbjahres dürften sich in der zweiten Jahreshälfte weitgehend fortsetzen", lautete die Einschätzung des Schindler-Chefs Thomas Oetterli.

PRO MEMORIA: Schindler-CEO Thomas Oetterli hat sich noch im September optimistisch zum Geschäftsgang geäussert und sah Schindler auf Kurs, das Umsatzziel zu erreichen. Das Unternehmen sei vorläufig nur am Rande vom Handelsstreit zwischen China und den USA tangiert. "Der direkte Einfluss ist relativ gering", sagte er im Interview mit AWP. "Wir haben in allen grossen Absatzmärkten eine eigene Produktion und dadurch eine gewisse natürliche Absicherung." Nur in Einzelfällen würden ganze Anlagen von China in die USA geliefert.

Schindler verändere sich derzeit rasant. So solle in den nächsten beiden Jahren die Produktpalette überarbeitet werden, wobei Schindler zu einem Baukastensystem übergehen wolle. "Einige Konkurrenten haben solche Programme bereits umgesetzt und sind nicht zuletzt deshalb profitabler", sagte Oetterli. Als Vorreiter sieht sich Schindler hingegen in Sachen Digitalisierung. Es werde intensiv am "Lift der Zukunft" gearbeitet. Ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie seien auch seien Firmenkäufe, betonte Oetterli. Allein im laufenden Jahr seien mehr als 20 Gesellschaften übernommen worden, zumeist kleine Servicefirmen.

Ende August hat das Unternehmen Petra Winkler zur Chefjuristin ernannt. Sie wird ihre neue Aufgabe als Group General Counsel am 1. April 2019 antreten. Derzeit ist sie noch als General Counsel Corporate Law and Transactions für Schindler tätig. Sie hatte seit ihrem Eintritt in die Firma im Jahr 2006 verschiedene Rechtpositionen inne. Winkler ersetzt Peter Bergsma, der den Posten des obersten Konzernjuristen interimistisch noch bis Anfang April innehaben wird. Danach wird er als General Counsel im Bereich Corporate Center agieren.

AKTIENKURS: Die Schindler-Aktien haben Ende September ein Allzeithoch bei 246,40 Franken erreicht. Doch seitdem haben Konjunktursorgen, die anhaltenden Unsicherheiten um den Handelsstreit USA-China sowie die konjunkturellen Auswirkungen auf die Volksrepublik den Kurs belastet. Aktuell notieren Schindler wieder klar tiefer auf 222,80 Franken.

Homepage: www.schindler.ch

jl/yr/dm

(AWP)