Ausblick Schindler: Auftragseingang von durchschnittlich 5,06 Mrd CHF erwartet

Zürich (awp) - Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler gibt am Dienstag, 16. August die Resultate für das erste Semester 2016 bekanntgeben. Insgesamt haben elf Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
15.08.2016 13:28
H1 2016E
(in Mio CHF)       AWP-Konsens      H1 2015A  

Auftragseingang       5'059          4'977       
Umsatz                4'650          4'492       
EBIT                    515            476       
Konzerngewinn           392            358        

FOKUS: Die Analysten gehen gemäss AWP-Konsens im Schnitt von einem 1,6% höheren Bestellungseingang und einem 3,6 höheren Umsatz aus. Der EBIT wird im Schnitt um 8,3% verbessert erwartet, der Reingewinn um 9,4%.

Konkret wird erwartet, dass das zweite Quartal beim Umsatzwachstum in Lokalwährungen bessere Werte brachte als das erste. Damals war mit +3,3% ein Wert nur knapp innerhalb des eigenen Zielbandes für 2016 von 3% bis 7% ausgewiesen worden.

Auch bei der Marge sollte sich der Lift- und Rolltreppenhersteller gemäss den Prognosen der Experten im Verlauf des ersten Semesters gesteigert haben. Laut dem Analysten von Baader Helvea geht es mit der EBIT-Marge seit Ende 2014 aufwärts.

Schindler hatte in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau der Kapazitäten in Asien investiert und dabei eine etwas tiefere Marge in Kauf genommen. Nun beginnt sich dieses Engagement auch beim operativen Gewinn auszuzahlen - obgleich sich der chinesische Lift- und Rolltreppenmarkt im laufenden Jahr abschwächen dürfte. Schindler hat in China aber noch beträchtliches Aufholpotenzial.

Mit Spannung wird auf die Gewinnprognose für das Gesamtjahr gewartet. Diese wird traditionell erst mit den Halbjahreszahlen veröffentlicht.

ZIELE: Für das laufende Jahr 2016 strebt Schindler eine Umsatzsteigerung von 3% bis 7% in Lokalwährungen an. Zudem peilt das Management um CEO Thomas Oetterli Margenverbesserungen an. Es sei für 2016 mit einer EBIT-Marge von über 11% zu rechnen, wie er anlässlich der Jahreszahlenvorlage im Februar verlauten liess.

PRO MEMORIA: Im Juli gaben Schindler und der US-Konzern GE den Abschluss einer strategischen Partnerschaft bekannt. Es sei das Ziel, das grosse Potenzial des industriellen Internets für Innovationen im Lift-, Rolltreppen- und "Smart-Building"-Bereich zu erschliessen, hiess es damals.

Um Digitalisierung geht es auch beim angekündigten Ausbau der Deutschland-Zentrale in Berlin für 44 Mio EUR. Dabei soll ein "Innovation Hub" für Digitalisierung entstehen. Die Ausbauarbeiten sollen gemäss den Angaben noch im laufenden Jahr beginnen und bis 2020 abgeschlossen sein.

Im Juni gab Schindler die Übernahme der deutschen FB Gruppe bekannt. Das sächsische Unternehmen ist in den Bereichen Fertigung, Installation, Modernisierung und Wartung von Aufzügen und Aufzugskomponenten tätig. Der Umsatz wurde von Analysten auf jährlich 30 bis 40 Mio EUR geschätzt.

Ebenfalls im Juni gab der Konzern ein Joint Venture mit Volkslift Elevator (China) in China bekannt. Im Zuge dieser Kooperation erwirbt Schindler "in einem ersten Schritt" 25% der Anteile an Volkslift Elevator (China) und hat eine Option, auch die restlichen Anteile zu übernehmen.

AKTIENKURS: Die Schindler-Valoren (PS) gehören mit einem Plus von rund 16% seit Anfang Jahr zu den am besten rentierenden Blue Chips. Mit einem Kurs von 197 CHF erreichten die Titel am Freitag ein Allzeithoch.

Homepage: www.schindler.ch

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(AWP)