Ausblick Schindler: Halbjahresumsatz von 4,8 Milliarden Franken erwartet

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler gibt am Freitag, 24. Juli, die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2020 bekannt. Insgesamt haben zehn Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
23.07.2020 14:00
H1 2020E      
(in Mio Fr.)        AWP-Konsens    H1 2019A

Auftragseingang        5'244         6'090
Umsatz                 4'821         5'431
EBIT                     368           596
EBIT (adj.)              461           616
Reingewinn               269           436

FOKUS: Die Analysten rechnen mit einem deutlichen Einfluss der Covid-19-Pandemie auf das Geschäft von Schindler. Durch die schnelle Erholung des Geschäfts in China sei es jedoch möglich, dass die Ergebnisse am oberen Ende der Guidance ausfallen. Das Unternehmen habe Kosten für die Restrukturierung in Aussicht gestellt und will weiter an seinen Investitionsprojekten festhalten.

ZIELE: Im April hatte Schindler seine Ende März gesenkte Guidance für das Gesamtjahr bestätigt. Der Lift-Bauer rechnet demnach mit einer Umsatzentwicklung in Lokalwährung in einer Spanne von unverändert bis -10 Prozent. Der Konzerngewinn werde voraussichtlich um etwa 20 Prozent tiefer ausfallen.

PRO MEMORIA: Bereits das erste Quartal wurde durch die Pandemie belastet und der Umsatz ging im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 2,45 Milliarden Franken zurück. Der Bestellungseingang schwächte sich derweil um deutliche 8,4 Prozent (LW -3,2%) auf 2,72 Milliarden ab. Durch die Restrukturierungskosten von 51 Millionen Franken sank das operative Ergebnis (EBIT) überproportional um 39 Prozent auf 166 Millionen.

Asien, und hier insbesondere China, waren am stärksten betroffen gewesen. "Die übrigen Regionen folgen seit Mitte März einem ähnlichem Pfad", hatte CEO Thomas Oetterli gesagt. Mit einer Erholung des Geschäfts wurde nicht vor der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Der "grosse Lockdown" habe die Wirtschaft insgesamt und auch die Bauindustrie deutlich gebremst. Fabriken und Baustellen seien zeitweise geschlossen worden. Zudem hätten die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit den Abschluss neuer Projekte und die Abwicklung von Aufträgen erschwert.

Ende April hat das Unternehmen einen Grossauftrag aus Deutschland gemeldet. Für das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen wird Schindler insgesamt 164 Aufzüge, Rolltreppen und Fahrsteige einrichten. Schindler selbst wird dabei 73 Rolltreppen und Fahrsteige am neuen Terminal installieren. Die 91 Aufzüge für die sieben Stockwerke liefert die Tochtergesellschaft Haushahn. Die Montage soll im dritten Quartal 2020 beginnen.

AKTIENKURS: Die Schindler-Aktien waren im März im Tief bis auf 185,20 Franken eingebrochen. Aktuell notieren die Titel mit 237,90 Franken wieder deutlich fester.

Homepage: www.schindler.ch

hr/yr/jg

(AWP)

 
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