Ausblick Schindler: Jahresgewinn von durchschnittlich 819 Mio CHF erwartet

Der Lift- und Fahrtreppenhersteller Schindler publiziert am Mittwoch, 15. Februar das Geschäftsergebnis 2016. Zum AWP-Konsens haben insgesamt zehn Analysten beigetragen.
14.02.2017 13:50
2016E
(in Mio CHF)        AWP-Konsens    2015A   

Auftragseingang        10'347      9'967                 
Umsatz                  9'779      9'391       
- Umsatzwachstum          4,1        6,7       
 in LW (%)                                                            
EBIT                    1'082      1'002           
Reingewinn                819        747        

(in CHF) 
Dividende                2,96       2,70          

FOKUS: Die Analysten gehen im Schnitt davon aus, dass sich Schindler 2016 beim Wachstum (in Lokalwährungen) und beim Reingewinn im Rahmen der Guidance entwickelt hat. Konkret wird im Schnitt ein Umsatzplus (in LW) von 4,1% und ein Gewinn von 819 Mio CHF (+9,7%) erwartet. Beim Umsatz wird mit 9,8 Mrd CHF ein Wert von 4,1% überdem Vorjahr prognostiziert, beim Bestellungseingang mit 10,3 Mrd CHF von 3,8% über dem Vorjahr.

Bei den Zahlen 2016 ist abgesehen davon die Marge von grösserem Interesse - und dabei die Frage, ob sich Schindler weiter verbessern konnte. Das Management zeigte sich dabei bei der Präsentation der Q3-Zahlen zurückhaltend. Im vierten Quartal sei mit einer etwas tieferen Marge zu rechnen, weil der Anteil des tiefmargigen Neuinstallationsgeschäfts relativ gross sei. Zum Halbjahr war für das Gesamtjahr noch eine EBIT-Marge vor und nach Restrukturierungskosten von mehr als 11% in Aussicht gestellt worden.

Abgesehen davon bleibt China, dem mit Abstand wichtigsten Markt für Lift- und Rolltreppenhersteller, das Hauptthema. Zwar lag Schindler nach neun Monaten umsatzmässig hinter dem Vorjahr zurück, wie das Management damals einräumte. Dieser Rückstand halte sich jedoch in Grenzen. Dabei gilt es zu beachten, dass das Management für den chinesischen Gesamtmarkt für 2016 ein Minus von 7% annahm. CEO Thomas Oetterli sprach denn auch davon, dass Schindler Marktanteile gewonnen habe. Der Innerschweizer Konzern hat in China den Vorteil, dass der Konzern noch nicht überall präsent ist und somit noch Aufholpotenzial gegenüber der Konkurrenz hat.

China ist auch von grösserem Interesse, wenn es um den Ausblick geht. Laut der ZKB haben Otis und Kone jüngst eher vorsichtige Prognosen für 2017 abgegeben - vor allem wegen des Preisrückgangs in China sowie dem Preisdruck in Europa, wie der zuständige Analyst schreibt.

ZIELE: Für 2016 peilte das Management ein Umsatzplus (in LW) von 3% bis 5% an. Der Konzerngewinn wurde mit 780 bis 830 Mio CHF vorausgesagt. Diese Guidance wurde erst im Oktober erhöht (zuvor: 750-800 Mio) - wegen eines Aufwertungsgewinns im Zusammenhang mit der Beteiligung am IT-Distributor Also sowie wegen dem im Oktober vollzogenen Verkauf des Japangeschäfts.

PRO MEMORIA: Im Januar bestätigte Schindler die vor einem Jahr angekündigte Nachfolgeregelung für den Verwaltungsratspräsidenten Alfred Schindler. So soll die Generalversammlung vom 16. März wie geplant den ehemaligen CEO Silvio Napoli zum VRP wählen. Alfred Schindler soll einfaches VR-Mitglied bleiben. Ausserdem gab das Unternehmen damals diverse Veränderungen in der 13-köpfigen Geschäftsleitung bekannt.

AKTIENKURS: Die Schindler-Papiere haben sich seit Anfang Jahr mit einem Plus von rund 6% besser entwickelt als der Gesamtmarkt und notieren gegenwärtig wieder über der 190-CHF-Marke. Sie nähern sich damit wieder dem Allzeithoch von 197,50 CHF, das im letzten August markiert wurde.

Homepage: www.schindler.ch

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(AWP)