Ausblick Sika: 9-Monatsumsatz von durchschnittlich 4,36 Mrd CHF erwartet

Zürich (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika gibt am Donnerstag, 27. Oktober die Ergebnisse zu den ersten neun Monaten 2016 bekannt. Am AWP-Konsens haben insgesamt acht Analysten teilgenommen.
26.10.2016 14:00
9M 2016 
(in Mio CHF)      AWP-Konsens    9M 2015

Umsatz              4'362         4'095        
EBITDA              714,5         612,8        
EBIT                587,7         490,2        
Konzerngewinn       411,4         338,2        

FOKUS: Sika wird Analysten zufolge auch für das dritten Quartal 2016 einen gewohnt guten Abschluss präsentieren. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion EMEA stammen. Das im ersten Halbjahr schwache Geschäft in China dürfte sich hingegen stabilisiert haben.

Insgesamt gehen die Experten aber von keinen grossen Überraschungen aus - immerhin hat das Unternehmen gerade erst am Investorentag die Guidance für das laufende Jahr bestätigt.

Vielmehr harren die Investoren des erstinstanzlichen Urteils des Kantonsgerichts Zug zur Vinkulierung der Aktien. Dieses wird gemäss offizieller Sprachregelung im vierten Quartal gefällt; am Markt wird es noch vor Ende November erwartet.

ZIELE: Für 2016 verspricht Sika ein Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen und eine überproportionale Steigerung der Margen. So hoch wie die 160 Basispunkte im ersten Semester werde der Margensprung in der zweiten Jahreshälfte aber nicht ausfallen, bestätigte CEO Jan Jenisch mit Verweis auf Basiseffekte am Capital Markets Day vom 20. September frühere Aussagen.

PRO MEMORIA: Sika hat die Schlagzahl in Sachen Akquisitionen zuletzt wieder etwas erhöht. So wurde Anfang September der Kauf des US-Betonfaserproduzenten FRC Industries gemeldet und vor einer Woche jener des Mörtelproduzenten Ronacrete mit Sitz in Hongkong.

In der "Sache Saint-Gobain" ist in den nächsten Wochen mit Neuigkeiten zu rechnen. Das Zuger Kantonsgericht wird sein Urteil zur Anwendung der Vinkulierung der Stimmrechte der verkaufswilligen Familie Burkard an der Generalversammlung fällen.

Ist eine der beiden Parteien mit dem erstinstanzlichen Entscheid nicht zufrieden, kann das Obergericht angerufen werden und danach das Bundesgericht. Es würde somit zwei bis drei Jahre dauern, bis die Bundesrichter in Lausanne zu einem Urteilsspruch kommen. Eigentlich wollten die Franzosen den Deal im zweiten Semester 2015 unter Dach und Fach bringen.

AKTIENKURS: Die Sika-Aktien haben im laufenden Jahr bis dato etwa ein Viertel dazugewonnen und damit deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt SPI, der seit Anfang Jahr knapp 4% verloren hat. In den kommenden Wochen wird allerdings mit steigender Volatilität gerechnet in Anbetracht des nahenden Gerichtsurteils.

Website: www.sika.com

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(AWP)