Ausblick Sika: Halbjahresgewinn von 278 Mio CHF erwartet

Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika publiziert am Donnerstag, 27. Juli, die Zahlen zum ersten Halbjahr 2017. Insgesamt sieben Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.
26.07.2017 14:10
H1 2017E
(in Mio CHF)     AWP-Konsens      H1 2016A   

Umsatz              2'995           2'806   
EBIT                394,7           353,7  
Konzerngewinn       277,5           246,3    

FOKUS: Sika wird Analysten zufolge auch für das zweite Quartal 2017 einen gewohnt guten Abschluss präsentieren. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion Nordamerika stammen, gefolgt von Europa, Lateinamerika und Asien. Gespannt ist man auf den ersten Auftritt des neuen CEO Paul Schuler (siehe PRO MEMORIA).

Das Wachstum dürfte sich allerdings im zweiten Jahresviertel im Vergleich zum starken Auftaktquartal etwas verlangsamt haben. Dies ist Analysten zufolge allerdings einzig dem "Ostereffekt" geschuldet. Da die Osterfeiertage in diesem Jahr in zweite Quartal gefallen sind, war die Zahl der Arbeitstage im Vergleich zum Vorjahr tiefer. 2016 fiel Ostern bereits in den März.

Mit Blick auf die Profitabilität trauen die Experten Sika trotz anziehender Rohmaterialpreise erneut eine Margenausweitung zu. Denn erstens könne Sika seine Verkaufspreise in der Regel schnell anheben und zweitens spielen positive Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen mit.

ZIELE: Für 2017 verspricht Sika ein Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen sowie und eine leicht überproportionale Verbesserung von EBIT und Reingewinn.

Bis 2020 peilt Sika eine EBIT-Marge von 14-16% und einen operativen freien Geldfluss von über 10% an. Der Return on Capital Employed soll 25% übertreffen. Bis 2020 sollen zudem 30 neue Fabriken in Betrieb genommen und acht neue Ländergesellschaften gegründet werden. Wie bisher soll das jährliche Umsatzwachstum dabei 6-8% betragen. Bis zum Jahr 2020 will Sika den EBIT zudem auf über 1 Mrd CHF ausbauen.

PRO MEMORIA: Im Mai kündigte der langjährige Sika-CEO Jan Jenisch seinen Wechsel zu LafargeHolcim an. Beim Zementkonzern tritt er per 16. Oktober an. Zum Nachfolger hat Sika per 1. Juli Paul Schuler ernannt. Der frühere Leiter der grössten Konzernregion EMEA arbeitet bereits seit 29 Jahren für Sika. Die Verantwortung für die Region Europa, Naher Osten und Afrika wurde danach Ivo Schädler übertragen.

Ebenfalls im Mai verlagerte Sika seine Produktion von Betonzusatzmitteln und Mörtel in Kasachstan an einen grösseren Standort. Und in Tansania investierte Sika in den Aufbau der lokalen Produktion und nahm im Juni eine Fabrik für Betonzusatzmittel in Betrieb.

In der "Sache Saint-Gobain" ist am Donnerstag kaum mit Neuigkeiten zu rechnen.

AKTIENKURS: Die Sika-Aktien haben im laufenden Jahr bis dato fast 33% dazugewonnen und damit deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt SMI. Die Sika-Papiere wurden denn auch per Mitte Mai in den Leitindex aufgenommen; dort ersetzten sie Syngenta.

Website: www.sika.com

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(AWP)