Ausblick Sika: Jahresgewinn von durchschnittlich 563 Mio CHF erwartet

Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika gibt am Freitag, 24. Februar, das Geschäftsergebnis 2016 bekannt. Zum AWP-Konsens haben insgesamt zehn Analysten beigetragen.
23.02.2017 16:59
2016
In Mio CHF              AWP-Konsens    2015

EBIT                       794,6      673,3       
Reingewinn                 563,0      465,1        

Dividende/Inhaberaktie     90,05      78,00        
Dividende/Namenaktie       15,33      13,00        

FOKUS: Bereits im Januar hat Sika die Umsatzzahlen publiziert und dabei schon relativ konkrete Angaben zur Gewinnentwicklung gemacht. Im Fokus stehen daher Aussagen zum aktuellen Geschäftsgang zum Start des neuen Jahres, nachdem das Schlussquartal 2017 eine kleine Wachstumsdelle gesehen hat. In der Sache "Verwaltungsrat gegen Familie Burkard" ist dafür bis auf weiteres warten angesagt (siehe PRO MEMORIA).

Darüber hinaus wird Sika gemäss Einaldung zur Bilanzmedienkonferenz die neuen Strategieziele des Sika-Wachstumsmodells vorstellen. dies kommt für einige Analysten überraschend, wurden doch die Zielvorgaben für das Jahr 2018 gerade erst vor zwölf Monaten definiert.

Gespannt ist man auch auf Aussagen des Managements zu möglichen Akquisitionen. Diese gehören zum festen Bestandteil des Wachstumsplans und sollen rund ein Drittel zum jährlich angepeilten Umsatzwachstum von 6-8% beitragen. Weil sich einige geplante Übernahmen 2016 noch nicht materialisiert haben, ist diesbezüglich im laufenden Jahr mit einer wieder höheren Schlagzahl zu rechnen.

ZIELE: Bei der Publikation der Umsatzzahlen stellte der Konzern für 2016 einen Betriebsgewinn EBIT von 780 bis 800 Mio CHF in Aussicht sowie einen Rekordgewinn. Zielsetzung für 2017 ist die Fortsetzung der Wachstumsstrategie mit einer Umsatzsteigerung von 6-8% auf erstmals 6 Mrd CHF und einer überproportionalen Gewinnsteigerung sowie der Eröffnung von 6-8 neuen Fabriken und 3-4 Ländergesellschaften.

PRO MEMORIA: Für das Geschäftsjahr 2016 wies Sika im Januar einen Umsatz von 5,75 Mrd CHF aus, was gegenüber dem Vorjahr in Lokalwährungen einer Zunahme von 5,6% in Lokalwährungen entspricht. Ein Wermutstropfen war allerdings das vierte Quartal, das sich leicht abgeschwächt hat und unter den Erwartungen ausgefallen ist.

Nach Angaben des Unternehmens war dies vor allem auf die Entwicklung in Nordamerika und die vorübergehende Unsicherheit im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen zurückführen. Damit dürfte es sich eher um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt haben, hiess es.

In der "Sache Saint-Gobain" gab es zuletzt Ende Oktober grosse Neuigkeiten - und trotzdem ist allem beim Alten geblieben. So hat das Zuger Kantonsgericht im Streit um die Anwendung der Vinkulierung der Stimmrechte der verkaufswilligen Familie Burkard an der Generalversammlung im Sinne des Sika-Verwaltungsrates entschieden.

Da die Erben des Firmengründers den Fall jedoch postwendend an die nächste Instanz gezogen haben, müssen sich die Anleger auf mindestens weitere zehn Monate des Wartens einstellen.

AKTIENKURS: Die Sika-Aktien haben im laufenden Jahr bis dato knapp 11% dazugewonnen und damit deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt SPI, der seit Anfang Jahr gut 4% zugelegt hat. Nicht zuletzt auch die Aussicht auf Aufnahme in den Leitindex SMI - schliesslich werden in absehbarer Zeit mit Actelion und Syngenta zwei SMI-Firmen verschwinden - hat den Sika-Papieren Auftrieb verliehen.

www.sika.com

jl/ra

(AWP)