Ausblick Swiss Life: 9M-Geschäftsvolumen von 18,19 Milliarden Franken erwartet

Der Versicherer Swiss Life publiziert am Mittwoch, 6. November, ein Business Update zu den ersten neun Monaten des Jahres 2019. Zum AWP-Konsens haben insgesamt drei Analysten beigetragen.
05.11.2019 14:00
9M 2019E
(in Mio Fr.)        AWP-Konsens     9M 2018A   

Geschäftsvolumen      18'190         14'670        
- Schweiz             11'161          7'814        
- Frankreich           4'261          4'333        
- Deutschland            994            986        
- International        1'516          1'552        

FOKUS: Die Swiss Life wird zu den ersten neun Monaten vor allem Angaben zur Volumenentwicklung bekanntmachen. Die Gruppe hat im laufenden Jahr zu einem Wachstumssprung angesetzt. Der Grund ist ein kräftiger Anstieg der Einnahmen im Schweizer Kollektivlebengeschäft. Dort hatte die Nummer Zwei Axa zu Beginn des Jahres sein Vollversicherungsangebot zurückgezogen, das wegen des Rundumschutzes in Vorsorgefragen vor allem bei KMU sehr beliebt ist. Viele der Axa-Kunden wechselten in der Folge zur Swiss Life.

Grundsätzlich setzt die Swiss Life in ihrer vor Jahren festgelegten strategischen Stossrichtung nicht auf das Vorsorgegeschäft, sondern vielmehr auf Wachstum in weniger von tiefen Zinsen und politischen Vorgaben betroffenen Geschäftsfelder. Dazu zählen etwa Finanzberatungen, die Vermögensverwaltung für Pensionskassen und andere institutionelle Anleger oder den Verkauf von anlagegebundenen Lebensversicherungen. In den von Gebühreneinnahmen und Kommissionserträgen geprägten Geschäften rechnen Analysten mit weiterem Wachstum.

ZIELE: Die Swiss Life hat im November vor einem Jahr die Ziele für die nächste Strategieperiode gesetzt, die bis 2021 läuft. Dabei will die Gruppe das gebührenbasierte Geschäft - in erster Linie organisch - weiter ausbauen. Bis 2021 soll dieses Geschäft 600 bis 650 Millionen Franken zum operativen Ergebnis der Gruppe beisteuern. Im Jahr 2018 waren es 488 Millionen.

PRO MEMORIA: Die Swiss Life machte zuletzt vor allem mit den Plänen zum Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse, welches sie besitzt, von sich reden. Manor und die Swiss Life konnten sich nicht auf einen neuen Mietvertrag einigen. Bei Manor wurde die Höhe des Mietzinses kritisiert, während sich Swiss Life gegen die Kritik vehement zur Wehr setzte. Nun wird das Warenhaus Ende Januar 2020 die Tore an der Bahnhofsstrasse schliessen.

Für die Ära nach Manor hat die Swiss Life für die Immobilie an der Bahnhofstrasse 77 ein neues Nutzungskonzept erstellt. Dieses sieht vom ersten Untergeschoss bis zum ersten Obergeschoss ebenfalls Ladenmietflächen vor. Ab dem zweiten bis zum fünften Obergeschoss sind derweil Büros geplant. Für die Sanierung und den Umbau des Gebäudes will die Gruppe insgesamt rund 100 Millionen Franken in die Hand nehmen.

Ende Oktober hat die Swiss Life den Investment Manager Fontavis mit Sitz in Baar erworben. Fontavis entwickelt und managt Anlagelösungen aus den Bereichen Wasserkraft, Windparks, Stromnetze, Nah- und Fernwärmeverbünde, Solaranlagen sowie Recycling-Anlagen und weitere Infrastrukturanlagen. Der Investment Manager verwaltet drei Clean Energy Infrastruktur-Fonds mit Kapitalzusagen von insgesamt über 1 Milliarde Franken. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

In dem für die Swiss Life noch immer wichtigen Geschäft mit der beruflichen Vorsorge sollen die Guthaben im obligatorischen Teil auch im nächsten Jahr mindestens zu 1 Prozent verzinst werden. Das hat die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge dem Bundesrat Ende August vorgeschlagen. Für den Schweizerischen Versicherungsverband (SVV) ist die Empfehlung "nicht nachvollziehbar". Aus seiner Sicht und gemäss seinen Berechnungen sollte er lediglich bei 0,25 Prozent liegen.

Dank des starken Wachstums im Kollektivlebenteil kletterte das Prämienvolumen der Swiss Life-Gruppe im ersten Halbjahr um einen Drittel auf 14,1 Milliarden Franken in die Höhe. Aber auch das sogenannte Fee-Geschäft ist gewachsen. Der Vermögensverwaltung etwa flossen vonseiten der Drittkunden (Pensionskassen, Banken etc.) Neugelder von netto 6,2 Milliarden Franken zu nach 3,7 Milliarden im Jahr davor. Insgesamt weitete die Swiss Life die Fee-Erträge währungsbereinigt um 13 Prozent aus.

AKTIENFOKUS: An der Börse hat die Swiss Life-Aktie insbesondere dank der Aussicht auf höhere Ausschüttungen den Steigerungslauf der letzten Jahre auch im laufenden Jahr fortgesetzt. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um beinahe einen Drittel in die Höhe und rückte zuletzt nahe an die Marke von 500 Franken heran.

Hompage: www.swisslife.com

jl/mk

(AWP)

 

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