Ausblick Swiss Life: Geschäftsvolumen von 3,34 Mrd CHF erwartet

Zürich (awp) - Der Versicherer Swiss Life publiziert am Mittwoch, 9. November, ein Business Update zum dritten Quartal des Jahres 2016. Zum AWP-Konsens haben insgesamt drei Analysten beigetragen.
08.11.2016 16:29
Q3 2016E
(in Mio CHF)        AWP-Konsens     Q3 2015A

Geschäftsvolumen     3'344             3'569
-Schweiz             1'591             1'647
-Frankreich          1'122             1'192
-Deutschland           277               290
-International         358               453

FOKUS: Swiss Life veröffentlicht zum dritten Quartal lediglich Angaben zum Geschäftsvolumen sowie Aussagen zur Anlagerendite. Analysten gehen davon aus, dass der Lebensversicherer im angestammten Geschäft aufgrund der auf Profitabilität ausgerichteten Zeichnungspolitik an Volumen verloren hat. Demgegenüber dürfte das gebührenbasierte Geschäft - der Strategie entsprechend - weiter an Gewicht zugelegt haben.

ZIELE: Die Swiss Life setzt im Rahmen der Strategie "Swiss Life 2018" nach wie vor verstärkt auf Geschäft, das weniger Kapital bindet und will so die Gewinnqualität weiter verbessern. Konkret will das Unternehmen sein Geld nebst dem Versicherungsgeschäft verstärkt auch mit Anlageberatungen, Kommissionen sowie mit "Spezialitäten" wie Pensionskassenberatung und Immobilienmaklergeschäften verdienen.

Gleichzeitig will die Swiss Life die Effizienz weiter steigern. Geplant sind zusätzliche Kosteneinsparungen von 100 Mio CHF. Gelingt dies, hätte das Unternehmen in den Jahren 2008 bis 2018 insgesamt Kosteneinsparungen von über 600 Mio erzielt. Gemessen wird der Erfolg anhand der Eigenkapitalrendite, mit der die Swiss Life um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigt nach wie vor auf einen Wert in der Bandbreite von 8 und 10% abzielt. Im Halbjahr lag man mit 11,1% über der Zielvorgabe.

Weiter sollen die Aktionäre in den Genuss höherer Dividenden kommen, nachdem in der Vergangenheit Gewinne zum Aufbau von Kapitalpuffer gegen drohende regulatorische Unsicherheiten oder mit Blick auf das anhaltende Tiefzinsumfeld zurückbehalten wurden. In Zukunft soll die Pay Out Ratio jeweils zwischen 30 und 50% liegen, nachdem für 2015 noch 31% vom Gewinn ausgeschüttet worden sind.

PRO MEMORIA: Mitte Oktober hat die Swiss Life getreu dem Ziel, vermehrt auch auf Geschäft im Immobiliensektor zu setzen, die britische Myfair Capital übernommen. Die Immobilien-Management-Investmentgesellschaft verwaltete per Ende Juni 2016 mit 16 Mitarbeitenden Immobilienanlagen in der Höhe von rund 1 Mrd GBP.

Anfang Oktober wurde Roman Stein zum Finanzchef des Schweizer Geschäfts ernannt. Er übernimmt das Amt Anfang 2017 und folgt auf Martin Suter, der Swiss Life per Ende September 2016 verlassen hat. Stein war zuvor CFO und Mitglied der Konzernleitung bei der CSS Versicherung.

Beim Schweizerischen Versicherungsverband SVV soll Swiss Life-VRP Rolf Dörig das Präsidium übernehmen. Der Vorstand habe entschieden, ihn an der Generalversammlung im Juni 2017 als neuen Präsidenten vorzuschlagen, teilte der SVV Ende September mit. Dörig folgt auf in dieser Funktion auf Urs Berger.

AKTIENKURS: An der Börse zeigt die Trendkurve für die Swiss Life seit Anfang Juli nach oben. Nach dem Erreichen des Jahrestief von 211,50 CHF, setzte sich bei den Anlegern vermehrt die Meinung durch, dass Swiss Life das Versprechen höherer Dividendenausschüttungen wird einlösen können. Die Aktie kletterte bis dato wieder über die Marke von 260 CHF.

Hompage: www.swisslife.com

an/mk

(AWP)