Ausblick Swiss Life: Jahresgewinn von durchschnittlich 914 Mio CHF erwartet

Das Versicherungsunternehmen Swiss Life publiziert am Freitag, 3. März, die Resultate zum Geschäftsjahr 2016. Zum AWP-Konsens haben insgesamt acht Analysten beigetragen.
02.03.2017 13:58
(in Mio CHF)             AWP-Konsens         2015

Betriebsergebnis            1'370           1'329 
Reingewinn                    914             878

31.12.2016
(in Mrd CHF)             AWP-Konsens       30.06.16  
     
Eigenkapital                 13,2            14,4  
Dividende/Aktie (in CHF)    10,67            8,50 

FOKUS: Die Swiss Life dürfte im vergangenen Jahr, auch dank weiterer Kostensenkungen, den Gewinn gesteigert haben. Gleichzeitig gehen die Analysten aber davon aus, dass während des Jahres deutlich an Geschäftsvolumen verloren gegangen ist. Dies ist allerdings aus Profitabilitätsgründen von der Firma weitestgehend so gewollt. Denn die Swiss Life setzt verstärkt auf Wachstum mit gebührenbasiertem Geschäft und weniger auf traditionelle Lebensversicherungsverträge, die mit viel Kapital unterlegt werden müssen. Ein wichtiger Grund dafür sind die rekordtiefen Zinsen.

Das Augenmerk der Anleger dürfte sich bei der Swiss Life auf die Dividende richten. Hier rechnen Analysten - wie auch vom Management versprochen - mit einer weiteren signifikanten Erhöhung der Ausschüttung. Dafür spreche die solide Kapitalausstattung, welche die Gruppe in den vergangenen Jahren kontinuierlich aufgebaut hat, heisst es.

ZIELE: Die Swiss Life setzt im Rahmen der Strategie "Swiss Life 2018" nach wie vor verstärkt auf Geschäft, das weniger Kapital bindet und will so die Gewinnqualität weiter verbessern. Konkret soll verstärkt Geld mit Anlageberatungen, Kommissionen sowie mit "Spezialitäten" wie Pensionskassenberatungen und Immobilienmaklergeschäften verdient werden.

Zudem will die Swiss Life die Effizienz weiter steigern. Geplant sind zusätzliche Kosteneinsparungen von 100 Mio CHF. Gelingt dies, hätte das Unternehmen in den Jahren 2008 bis 2018 die Kostenbasis um über 600 Mio reduziert. Gemessen wird der Erfolg anhand der Eigenkapitalrendite, mit der die Swiss Life um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigt, auf einen Wert in der Bandbreite von 8 und 10% abzielt.

Derweil sollen die Aktionäre in den Genuss höherer Dividenden kommen, nachdem in der Vergangenheit Gewinne zum Aufbau von Kapitalpuffer gegen drohende regulatorische Unsicherheiten oder mit Blick auf das anhaltende Tiefzinsumfeld zurückbehalten wurden. In Zukunft will die Swiss Life die Pay Out Ratio jeweils zwischen 30 und 50% halten.

PRO MEMORIA: Die Anlagestiftung Swiss Life, die über 400 Pensionskassen sowie über 2'000 angeschlossene Vorsorgewerke der teilautonomen Swiss Life Sammelstiftungen zu ihren Kunden zählt, hat ihr Wachstum im Jahr 2016 fortgesetzt. Das Bruttovermögen erhöhte sich per Ende des Jahres um 14% auf 6,3 Mrd CHF. Damit habe die Anlagestiftung ihr Vermögen seit dem Jahr 2008 verzehnfacht, teilte Swiss Life Anfang Februar mit.

Im Asset-Management-Bereich der Swiss Life hat Michael Klose Anfang 2017 die Leitung des Drittkundengeschäfts übernommen. Klose folgte als CEO Third-Party Asset Management von Swiss Life Asset Managers auf Thierry van Rossum, der sich verstärkt auf sein Amt als Investment-Chef von Swiss Life Frankreich konzentriert.

Ab April wird Markus Leibundgut die Leitung von Swiss Life Schweiz übernehmen. Leibundgut ist derzeit noch CEO von Swiss Life Deutschland und löst Ivo Furrer ab, der sich für eine neue Aufgabe ausserhalb von Swiss Life entschieden hat. Furrer war seit 2008 CEO von Swiss Life Schweiz.

AKTIENKURS: Die Aktien der Swiss Life sind gut unterwegs. Seit vergangenem Juli haben die Titel kontinuierlich an Wert gewonnen und das Jahr 2016 mit einem Plus von beinahe 10% abgeschlossen. Und auch der Start ins neue Jahr ist der Swiss Life an der Börse geglückt: Seit Jahresbeginn kletterten die Titel um rund 11% in die Höhe und sind dabei bereits Ende Januar über die Schwelle von 300 CHF vorgerückt.

jl/mk

(AWP)