Ausblick Swiss Re: Jahresgewinn von 3,72 Mrd USD erwartet

Der Rückversicherer Swiss Re veröffentlicht am Donnerstag, 23. Februar, die Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2016. Zum AWP-Konsens haben insgesamt 13 Analysten beigetragen.
22.02.2017 14:25
2016E 
(in Mio USD)        AWP-Konsens         2015A

Verdiente Prämien     33'196           30'214
Reingewinn             3'722            4'597
Eigenkapital          36'268           32'415

(in %)
Combined Ratio P&C      93,6             86,0
Combined Ratio CorSo    99,3             93,8

(in CHF)
Dividende pro Aktie     4,82             4,60

FOKUS: Swiss Re dürfte für 2016 insgesamt solide Kennzahlen vorlegen, wobei gegenüber dem sehr guten und in der Nichtlebenrückversicherung schadenarmen 2015 mit einem rückläufigen Gewinn zu rechnen ist. Im Jahr 2016 dürften vor allem im vierten Quartal der Hurrikan Matthew und die Belastung aus den Erdbeben in Neuseeland die Gewinnentwicklung belastet haben.

Der Fokus der Investoren dürfte sich weniger auf die Resultate, sondern vielmehr auf die Ausschüttungspolitik richten. Die Anleger hoffen auf die Ankündigung eines weiteren Aktienrückkaufprogramms, welches die Swiss Re in den letzten Jahren je nach Verlauf des Schadensjahres dann jeweils im Herbst lanciert hatte. Ausserdem könnte Swiss Re auch die ordentliche Dividende anheben.

Spannend wird zu sehen sein, wieviel des zur Erneuerung anstehenden Geschäfts zu welchen Preiskonditionen in der wichtigen Januar-Runde von der Swiss Re neu gezeichnet worden ist. Schliesslich hat etwa der grosse Konkurrent Munich Re in der Januar-Erneuerungsrunde im nach wie vor von Preisdruck geprägten Marktumfeld weitere Preisabschläge hinnehmen müssen.

ZIELE: Swiss Re hatte im Dezember am Investorentag den eingeschlagenen strategischen Kurs und die dazugehörigen Ziel bekräftigt. Der Rückversicherer setzt auch künftig Kapital selektiv in jenen Geschäftsteilen ein, die in dem von Preisdruck geprägten Marktumfeld profitables Wachstum versprechen. Überschüssiges Kapital, das nicht in das operative Geschäft investiert wird, soll an die Aktionäre zurückfliessen.

Die langfristigen Geschäftsziele haben auch weiter Bestand. Sie lauten: Mit der Eigenkapitalrendite will die Swiss Re den risikofreien Zinssatz zehnjähriger US-Staatsanleihen um mindestens 700 Basispunkte übertreffen. Und das ökonomische Eigenkapital je Aktie soll jährlich mit 10% wachsen.

PRO MEMORIA: Swiss Re hat das im November 2016 lancierte Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 1 Mrd CHF per 9. Februar 2017 abgeschlossen. Seit dem 4. November 2016 seien 10,62 Mio eigene Aktien im Anschaffungswert von insgesamt 1 Mrd CHF zurückgekauft worden, dies zu einem Durchschnittspreis von 94,16 CHF je Aktie, teilte die Gruppe vor gut einer Woche mit.

Anfang Februar hat Swiss Re im indischen Mumbai eine Niederlassung eröffnet. Von dort aus sollen Kunden und Brokern Rückversicherungslösungen in den Bereichen Leben-, Nichtleben und Krankenversicherungen angeboten werden. Der Konzern rechnet für den indischen Markt mit einer jährlichen Wachstumsrate von 8% im Zeitraum 2017 bis 2025.

Im dritten Quartal 2016 hat die Swiss Re verglichen mit den guten Ergebnissen des Vorjahres weniger Gewinn (-16% auf 1,18 Mrd USD) erzielt, ist aber gleichzeitig kräftig gewachsen (verdiente Prämien und Gebühreneinnahmen +10% auf 8,6 Mrd). In einem nach wie vor von Preisdruck geprägten Rückversicherungsmarkt gelang es der Gruppe, vermehrt massgeschneiderte und daher weniger preissensitive Grossverträge abzuschliessen.

AKTIENKURS: An der Börse blickt Swiss Re bislang auf einen eher durchzogenen Start ins Jahr 2017 zurück. Die Swiss Re-Papiere haben seit Anfang Januar um über 3% nachgegeben, während der Gesamtmarkt (SMI) mit rund 4% im Plus liegt.

Website: www.swissre.com

jl/mk

(AWP)