Geldpolitik - Fed dürfte Zinsen anheben

An den Finanzmärkten wird fest mit einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed gerechnet.
11.06.2018 20:02
Die US-Notenbank in Washington.
Die US-Notenbank in Washington.
Bild: Bloomberg

Alle von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten gehen davon aus, dass nach der Zinssitzung am Mittwochabend (13. Juni) eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte auf die Spanne zwischen 1,75 Prozent und 2,00 Prozent gemeldet wird. Während der Zinsschritt als ausgemachte Sache gilt, richtet sich der Fokus der Finanzmärkte vor allem auf mögliche Signale der Notenbank zum Tempo der künftigen Zinserhöhungen.

"Die Fed hat sowohl ihr Arbeitsmarkt- als auch ihr Inflationsziel erreicht, einer weiteren Normalisierung der Geldpolitik steht nichts mehr im Wege", fasste US-Experte Bernd Weidensteiner von der Commerzbank die allgemeine Erwartungshaltung der Fed-Beobachter zusammen. Der Blick der Investoren richte sich vor allem auf den Ausblick der amerikanischen Währungshüter auf die künftige konjunkturelle Entwicklung. Vor allem die Projektionen der US-Notenbank zum Wirtschaftswachstum und zur Inflationsentwicklung dürften auf Interesse stossen, sagte Weidensteiner.

Seit Beginn der Zinswende, die Ende 2015 begonnen hatte, wurde das amerikanische Zinsniveau bisher sechsmal erhöht. Die Zinsschritte lagen bei jeweils 0,25 Prozentpunkten - wobei die bisher letzte Zinserhöhung im März erfolgte. Allgemein wird die Vorgehensweise der amerikanischen Währungshüter als zurückhaltend und vergleichsweise langsam beschrieben.

Bei der vorangegangenen Projektion im März hatten die US-amerikanischen Währungshüter für das laufende Jahr insgesamt drei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Für das kommende Jahr wurden ebenfalls drei Zinsschritte signalisiert.

(AWP)