Morning Briefing - International

27.07.2017 07:40

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - SCHWÄCHER - Der feste Euro dürfte dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zu schaffen machen. Die Gemeinschaftswährung stieg im asiatischen Handel in der Spitze in Richtung 1,18 US-Dollar. So hoch wurde der Euro seit Anfang 2015 nicht mehr bewertet. Der Broker IG Markets taxierte den Dax rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,16 Prozent niedriger auf 12 285 Punkte. Ein starker Euro kann die Exportchancen deutscher Unternehmen trüben.

USA: - AUFWÄRTS - Überwiegend starke Unternehmenszahlen haben die Rekordjagd an der Wall Street am Mittwoch weiter angetrieben. Sämtliche wichtigen Indizes erreichten schon im frühen Handel erneut Bestmarken, von denen sie anschliessend aber wieder etwas zurückfielen. Als weitere Kursstütze im Tagesverlauf erwiesen sich Aussagen der US-Notenbank Fed zum Ende ihrer zweitägigen Sitzung.

ASIEN: - AUFWÄRTS - Positive Vorgaben aus den USA im Zuge der jüngsten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed haben auch an den meisten Aktienmärkten in Asien für ein Plus gesorgt. Der Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific stieg auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Der schwache Dollar bremste den japanischen Markt etwas aus. Dort legte der Leitindex Nikkei um 0,13 Prozent auf 20 075 Punkte zu. Etwas nach unten ging es dagegen mit den Kursen an den Märkten in Festland-China. Der CSI 300 , in dem die wichtigsten Werte aus Schanghai und Shenzhen versammelt sind, fiel um 0,32 Prozent auf 3693 Punkte.

DAX              		12.305,11	    0,33%
XDAX            		12.263,44	    -0,01%
EuroSTOXX 50    		3.491,19		0,51%
Stoxx50        	    	3.132,54		0,24%

DJIA             		21.711,01	    0,45%
S&P 500        	    	2.477,83		0,03%
NASDAQ 100  	    	5.950,73		0,34%

Nikkei 225                20.082,20     +0,16% (6:53 Uhr) 

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - AUFWÄRTS - Anleger dürften heute weiter mit der Nachlese der jüngsten Fed-Sitzung beschäftigt sein, die zunächst taubenhaft am Markt aufgenommen worden ist. Mit grossen Impulsen von den für heute anstehenden Konjunkturnachrichten rechnet Dirk Gojny, Experte der National-Bank, nicht. Der Bund-Future sollte mit leichten Zugewinnen in den Tag starten. Gojny erwartet im Tagesverlauf eine Handelsspanne zwischen 161,30 und 162,55.

Bund-Future     161,78  +0,11%

DEVISEN: - AUFWÄRTS - Für den Euro ist es auch am Donnerstag weiter bergauf gegangen. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1750 US-Dollar. Bereits am Vortag war der Eurokurs im Zuge am Markt positiv aufgenommener Aussagen der US-Notenbank Fed bis auf den höchsten Stand seit Januar 2015 gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1644 (Dienstag: 1,1694) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8588 (0,8551) Euro.

(Alle Kurse 6:56 Uhr)
Euro/USD       		1,1750		0,13%
USD/Yen             		110,98		-0,18%
Euro/Yen       		130,44		-0,01%

ROHÖL - ABWÄRTS - Die Ölpreise sind am Donnerstag leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 50,88 US-Dollar. Das waren neun Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls um neun Cent auf 48,66 Dollar.

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PRESSESCHAU

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TOP-THEMA:

- BMW und Daimler planen Spitzentreffen zwischen Konzernchefs Harald Krüger und Dieter Zetsche, HB, S. 1, 12, 13 (Meldung lief am Vorabend um 20.53 und als Wiederholung heute Morgen)

- Städtebund: Diesel-Gipfel muss Durchbruch für Verkehrswende bringen, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, HB, S. 13

- Russlandbeauftragter der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), warnt vor Folgen der US-Sanktion für EU, Interview, Neue Osnabrücker Zeitung

- Vorsitzendende des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung, Annelie Buntenbach, will Arbeitgeber bei Rente stärker in die Pflicht nehmen, Interview, Rheinische Post

- Bonus-Streit von Deutscher Bank und Ex-Vorständen vor Beilegung, HB, online

- Bundesregierung will mit Massnahmenpaket über 500 Millionen Euro Fahrverbote in Städten abwenden. Autohersteller sollen sich mit der Hälfte beteiligen, HB, S. 13

- Greenpeace fordert in Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, HB, S. 13

- Christian Kern (SPÖ): Nie im Leben kann die Türkei in die EU kommen, Interview mit dem österreichischen Bundeskanzler, FAZ, S. 16

- Kritik aus Deutschland an US-Sanktionen wegen neuer Ostsee-Pipeline, Bild, S. 2

- Finanzinvestor Odewald den Ausverkauf seines Portfolios mit mittelgrossen Unternehmen an, FAZ, S. 19

(AWP)