Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
13.06.2016 07:35

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - WEITER RUNTER - Der Dax dürfte seinen Kursrutsch zum Wochenstart zunächst fortsetzen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zwei Stunden vor Handelsstart bei 9733 Punkten gut 1 Prozent unter seinem Xetra-Schluss vom Freitag. Seit Mitte der Vorwoche hat er in drei Handelssitzungen bereits knapp 4,5 Prozent verloren. Die Vorgaben von den Weltbörsen sind sehr schwach.

USA: - VERLUSTE - Weiter sinkende Ölpreise und die Sorge vor einem Austritt Grossbritanniens aus der EU haben der Wall Street am Freitag Verluste eingebrockt. Besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten sorgten nur für begrenzte Entspannung. Mit einem Abschlag von 0,67 Prozent auf 17 865,34 Punkten ging der Leitindex Dow Jones Industrial schliesslich aus dem Handel. Insgesamt legte der Dow in den vergangenen drei Wochen allerdings in der Spitze um rund 4 Prozent zu und hatte am Mittwoch erstmals wieder seit Ende April über 18 000 Punkten geschlossen.

ASIEN: - SEHR TRÜBE - An den asiatischen Aktienmärkten herrschte am Montag durch die Bank schlechte Stimmung. Nun sind auch hier die Sorgen vor den Folgen eines Brexit angekommen. Vor allem in Japan fielen die Kurse, nachdem hier zudem der Yen gestiegen war, was Exporte erschwert. Der Nikkei-225-Index rutschte im späten Handel um mehr als 3 Prozent ab. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verlor zweieinhalb Prozent. Chinas Festland-Börsen verloren vergleichsweise moderat.

DAX            		9.834,62		-2,52%
XDAX           		9.796,47		-2,97%
EuroSTOXX 50		2.911,11		-2,61%
Stoxx50        		2.785,19		-2,34%

DJIA           		17.865,34	    -0,67%
S&P 500        		2.096,07		-0,92%
NASDAQ 100  		4.461,05		-1,14%

Nikkei 225          16.090,64       -3,08% (6:45 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - FREUNDLICH - Die Unsicherheit an den Kapitalmärkten dürfte die Anleger in die sicheren Häfen treiben, so dass sich der Bund-Future nach einer freundlichen Eröffnung zwischen 164,30 und 165,75 bewegen sollte, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Montagmorgen.

Bund-Future   		164,82		0,10%

DEVISEN: - EURO UNTER 1,13 DOLLAR - Der Eurokurs hat bis zum Montagmorgen weiter nachgegeben. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1257 US-Dollar gehandelt und damit noch etwas tiefer als im späten Wall-Street-Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,1304 (Donnerstag: 1,1343) Dollar festgelegt.

(Alle Kurse 7:05 Uhr)
Euro/USD       		1,1249		-0,01%
USD/Yen        		105,89		-1,00%
Euro/Yen       		119,12		-1,01%

ROHÖL - BILLIGER - Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Händler erklärten den Preisdruck mit einem Anstieg der Zahl der Bohrlöcher in den USA. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Morgen 49,96 US-Dollar. Das waren 58 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 64 Cent auf 48,43 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Ergo setzte sich für Einstellung des Budapest-Verfahrens ein, HB, S. 32 
- Hörgeräte Kind steigt ins Brillengeschäft ein, Interview mit Geschäftsführer 
  Alexander Kind, HB, S. 18 
- Chinesischer Investor Midea glaubt an erfolgreiche Kuka-Übernahme, Interview 
  mit Midea-Vize Andy Gu, HB, S. 5 
- Deutschland bremst bei Einlagensicherung, HB, S. 1 und 6 
- EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der EU-Ratspräsident Mark 
  Rutte werben für eine Stärkung des grössten Binnenmarkts der Welt, 
  Gastbeitrag, HB, S. 48 
- Das isländische Parlament setzt einen Ermittlungsausschuss ein, der die Rolle 
  der deutschen Privatbank Hauck & Aufhäuser in der Vorgeschichte der 
  Finanzkrise erkunden soll, FAZ, S. 25 
- Symantec will Blue Coat Systems für 4,65 Milliarden US-Dollar kaufen, WSJ, 
  online 
- Monsanto lehnt Bayer-Angebot ab, WSJ, S. B4 
- EU-Ratspräsident Donald Tusk rechnet im Falle des Brexit mit sieben Jahren 
  Verhandlungen (Montag), Interview, Bild, S. 2 
- Henkel peilt weiteres Wachstum durch Zukäufe an, Interview mit Konzernchef 
  Hans Van Bylen, Rheinische Post 
- ING-Deutschland-Chef Roland Boekhout kritisiert die Europäische Zentralbank: 
  "Die EZB ist ein zweiköpfiges Monster", Interview, SZ, S. 18 
- BMW-Vertriebsvorstand: 2016 wird schwieriges Jahr in den USA, "Automobilwoche"
  (Montag) 
- Lanxess-Finanzchef sieht trotz Fusionswelle keine Eile bei Zukäufen, 
  "Börsen-Zeitung" (Samstag) 

(AWP)