Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
22.06.2016 07:30

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - HOCH - Die Anleger lassen sich vom nahendem Brexit-Referendum wohl weiter nicht beirren: Am Mittwoch winkt dem Dax der vierte Gewinntag in Serie. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zwei Stunden vor dem Handelsauftakt auf 10086 Punkte und damit 0,7 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag. Damit steht ein Test der bei 10 080 Punkten verlaufenden 200-Tage-Linie an. Sie gilt als Gradmesser für den längerfristigen Trend.

USA: - IM PLUS - Der US-Aktienmarkt hat am Dienstag mit moderaten Gewinnen an seinen positiven Wochenauftakt angeknüpft. Insgesamt war der Handel aber von der Vorsicht der Anleger vor dem am Donnerstag anstehenden Brexit-Referendum in Grossbritannien geprägt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,14 Prozent höher mit 17 829,73 Punkten.

ASIEN: - STABIL - An den asiatischen Aktienmärkten hielten sich am Mittwoch die Schwankungen vor der anstehenden Brexit-Abstimmung in Grenzen. In Japan fielen die Kurse nach einer Erholung in den vergangenen Tagen leicht. Die meisten anderen Märkte lagen moderat im Plus.

DAX              	10.015,54   	0,54%
XDAX            	10.066,69   	1,46%
EuroSTOXX 50		2.967,34		0,83%
Stoxx50        		2.850,84		0,99%

DJIA             	17.829,73	    0,14%
S&P 500        		2.088,90		0,27%
NASDAQ 100  		4.413,40		0,30%

Nikkei 225          16.154,61      -0,09% (6:45 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - MÖGLICHE KURSVERLUSTE - Risiken erneuter Kursverluste im Bund-Future seien nicht von der Hand zu weisen, schrieben die Experten der Helaba am Mittwochmorgen. Konjunkturdaten spielten dabei unmittelbar vor dem Brexit-Referendum eine untergeordnete Rolle. Die Experten sehen den Bund-Future am Tage zwischen 163,70 und 165,00 schwanken.

Bund-Future   		164,27		-0,05%

DEVISEN: - EURO ÜBER 1,12 DOLLAR - Der Kurs des Euro hat sich bis zum Mittwochmorgen stabil gezeigt, nachdem sie am Vortag unter die Marke von 1,13 US-Dollar gerutscht war. Zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1265 US-Dollar und damit etwas mehr als im Wall-Street-Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Dienstagmittag noch auf 1,1314 (Montag: 1,1332) Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:10 Uhr)
Euro/USD       		1,1265		0,16%
USD/Yen             104,52		-0,20%
Euro/Yen       		117,70		0,00%

ROHÖL - TEURER - Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Morgen 50,89 US-Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August stieg um 31 Cent auf 50,16 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Cameron prognostiziert Investitionsschub, wenn sich Grossbritannien für 
  EU-Verbleib entscheidet, Interview mit britischen Premierminister David 
  Cameron, FT, S. 1 
- Daimler vor Strategiewechsel: Vorstandschef Dieter Zetsche will Unternehmen 
  zukunftssicher machen und plant dazu eine Elektrooffensive sowie eine neue 
  Struktur, HB, S. 1, 4 
- Die Briten brauchen die EU, die EU braucht britischen Pragmatismus, Interview 
  mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, FAZ, S. 1, 2 
- Die Verhandlungen in der Deutschen Bank über einen Abbau der Filialen in 
  Deutschland und den daraus folgenden Personalabbau sind weit fortgeschritten, 
  FAZ, S. 22 
- 'Die Bausparkassen haben mit künstlichen niedrigen Preisen zu kämpfen, die 
  ihnen die EZB verordnet', Interview mit Schwäbisch-Hall-Chef Reinhard Klein, 
  FAZ, S. 36 
- 'WSJ': Kein neues Design für nächstes iPhone im Herbst, WSJ, B1 
- IPO/'FT': Telefonica prüft Börsengang der britischen Mobilfunksparte O2 UK, 
  S. 17 
- 'HB': Kuka holt sich nach Übernahmeangebot aus China Rat von Banken, S. 22 
- Die Europäische Union will Flüchtlingsstrom mithilfe neuer 
  Milliarden-Investitionen begrenzen, SZ, S. 1 
- Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich, dass Grossbritannien Mitglied der EU 
  bleibt, Studie, Bild, S. 2 
- Schlechte Zahlungsmoral in Europa: Säumige Kunden sind ein Warnsignal für 
  Konjunkturprobleme, Studie, Welt, S. 9 
- Ein Brexit bedeutet, dass Grossbritannien keine Garantie für einen Zugang zum 
  Eu-Markt hat, Interview mit luxemburgischen Finanzminister Pierre Gramegna, 
  Le Figaro 

(AWP)