Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
27.06.2016 07:41

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - WEITERE VERLUSTE - Der Brexit-Schock wirkt auch in der neuen Woche nach: Der Broker IG taxierte den Dax am Montag gut zwei Stunden vor dem Start 1,83 Prozent tiefer auf 9382 Punkte. Am britischen Aktienmarkt deutete sich ein Minus von mehr als zweieinhalb Prozent an. Allerdings hatte sich der Londoner FTSE 100 am Freitag dank des Einbruchs beim britischen Pfund etwas besser gehalten als der Dax, der letztlich fast 7 Prozent verloren hatte. In der Spitze war der Leitindex sogar um 10 Prozent nach unten gerauscht.

USA: - SCHWACH - Der überraschende Brexit hatte die Anleger an der Wall Street am Freitag ebenso geschockt wie im Rest der Welt. Der Dow Jones Industrial rutschte bis zum Handelsende um 3,39 Prozent ab. Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf war der Index damit wieder ins Minus gefallen.

ASIEN: - STABILISIERUNG - Asiens Börsen konnten sich am Morgen leicht vom Brexit-Schock erholen. Am Freitag war der Nikkei nach Bekanntwerden des Ergebnisses des Referendums, in dem sich die Briten für den Austritt aus der EU ausgesprochen hatten, um 7,9 Prozent abgesackt. Zuletzt ging es nun um knapp 2 Prozent aufwärts.

DAX              		9.557,16		-6,82%
XDAX            		9.490,17		-8,07%
EuroSTOXX 50		    2.776,09		-8,62%
Stoxx50        		    2.706,75		-6,70%

DJIA             	    17.400,75	    -3,39%
S&P 500        	        2.037,41		-3,59%
NASDAQ 100  	    	4.285,70		-4,07%

Nikkei 225             15.228,79        +1,85% (7:11 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - GEFRAGT - "Die Volatilität an den Finanzmärkten dürfte hoch bleiben, ebenso das Interesse an Anleihen des EWU-Kerns.", heisst es bei den Experten der Helaba. Das technische Bild bleibe entsprechend günstig.

Bund-Future   		165,33		0,01%

DEVISEN: - PFUND WIEDER GEN 31-JAHRES-TIEF - Das Pfund ist zu Wochenbeginn wieder unter Druck geraten. Ganz unter dem Eindruck des Brexit-Schocks vom Freitag rutschte die britische Währung wieder unter 1,34 US-Dollar. Am Freitag war das Pfunf zunächst in der Hoffnung auf einen Verbleib der Briten in der EU auf über 1,50 Dollar geklettert, um dann bis auf 1,3329 Dollar abzurauschen - den tiefsten Stand seit 31 Jahren. Auch für den Euro ging es nach leichter Stabilisierung im Späthandel vor dem Wochenende nun wieder abwärts.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,1016		-0,77%
USD/Yen             101,55		-0,66%
Euro/Yen       		111,87		-1,33%

ROHÖL - STABILISIERT - Die Ölpreise haben sich zu Wochenbeginn nach erheblichen Verlusten am Freitag stabilisiert. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 48,31 US-Dollar. Das waren zehn Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls leicht um 25 Cent auf 47,39 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Blackrock-Manager Philipp Hildebrand sieht durch Brexit-Entscheidung aktuell keine Gefahr für die Finanzstabilität, HB, S. 17

- Deutsche-Bank-Chef John Cryan erwartet nicht das Ende des Finanzplatzes London, Interview, HB, S. 20 - Henkel-Chef Hans van Bylan hält sich weitere Übernahmen offen, Interview, HB, S. 29

- Deutsche und Londoner Börse fürchten nach Brexit-Entscheidung Veto der Aktionäre für Fusion, HB, S. 35

- EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker will Brexit für Euro-Vollendung nutzen, FAZ, S. 17

- Vorstandschef des britischen Werbekonzerns WPP, Martin Sorrell, fordert Wahlpflicht, FAZ, S. 19

- Midea bietet Kuka langfristige Garantien an, FAZ, S. 21

- Bundesnetzagentur mahnt Deutsche Post wegen Dumpings ab, FAZ, S. 22

- Intel prüft Verkauf von Antivirus-Tochter McAfee, FT, S. 17

- Anglo American vor Einigung über Verkauf von Kohleminen, FT, online

- S.Oliver ist ein Familienunternehmen und das wird es auch bleiben', Interview mit Unternehmenschef Armin Fichtel, SZ, S. 19

- VW soll auch Europäer entschädigen, Interview mit EU-Industriekommissarin El?bieta Bie?kowska, Welt, S. 10

- Eon-Chef Johannes Teyssen fordert nach Brexit Binnenmarkt mit Grossbritannien und rechnet ab 2020 mit sinkenden Strompreisen für Verbraucher, Bild, S. 2

- EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici ruft zu verstärktem Kampf gegen Steuerhinterziehung auf, Funke

- Ermittlungen bisher nur gegen zwei VW-Manager wegen Marktmanipulation, Automobilwoche

- VW bewertet Geschäftsregionen und Fahrzeugsegmente neu, Automobilwoche

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dpa-AFX

(AWP)