Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
29.07.2016 07:39

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - ERHOLUNG - Nach dem Rückschlag am Vortag dürfte der Dax am Freitag wieder aufholen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,59 Prozent höher auf 10 336 Punkte. Damit winkt auf Wochensicht ein Gewinn von fast 2 Prozent - und das, obwohl Japans Zentralbank am Morgen die Märkte enttäuschte.

USA: - STILLSTAND - Der Dow Jones Industrial ist am Donnerstag bereits zum dritten Mal in Folge kaum verändert aus dem Handel gegangen. Vor der Veröffentlichung mehrerer Konjunkturdaten am Freitag hätten sich die Anleger fürs Abwarten entschieden, hiess es. Für einen positiven Lichtblick sorgte die Gewinnexplosion beim Online-Netzwerk Facebook.

ASIEN: - VERLUSTE - Japans Zentralbank hat die geldpolitischen Zügel nicht so stark gelockert wie viele Akteure an den Finanzmärkten erhofft hatten und damit die asiatischen Börsen durch die Bank ins Minus gedrückt. Der Kurs der heimischen Währung Yen, den die Notenbank eigentlich schwächen will, zog an - was insbesondere die Exportwerte belastete. Der japanische Leitindex Nikkei 225 verlor im späten Handel knapp 1 Prozent und steht damit auf Wochensicht rund 2 Prozent im Minus.

DAX              		10.274,93	-0,43%
XDAX            		10.350,44	0,60%
EuroSTOXX 50		     2.966,10	-1,11%
Stoxx50        		     2.854,66	-1,13%

DJIA             		18.456,35	-0,09%
S&P 500        		     2.170,06	 0,16%
NASDAQ 100  		     4.721,41	 0,39%

Nikkei 225              16.361,74     -0,70% (7:00 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - VERLUSTE - Der Bund-Future dürfte mit Kursverlusten in den Handel starten, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Freitagmorgen. Er führte dies vor allem auf die fehlenden deutlichen geldpolitischen Impulse der Bank of Japan zurück und erwartet den Bund-Future im Tagesverlauf in einer Spanne von 166,65 und 168,20.

Bund-Future   		167,51		-0,05%

DEVISEN: - EURO UNTER 1,11 DOLLAR - Der Kurs des Euro hat am Freitagmorgen seine Verluste aus dem Wall-Street-Handel kaum aufholen können. Zuletzt kostete ein Euro noch 1,1084 US-Dollar. Am Vortag war der Kurs bis auf 1,1119 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1090 (Mittwoch: 1,0991) US-Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:20 Uhr)
Euro/USD       		1,1084		0,07%
USD/Yen           	103,35		-1,82%
Euro/Yen       		114,55		-1,77%

ROHÖL - BILLIGER - Die Ölpreise haben am Freitag ihre Talfahrt der vergangenen Handelstage vorerst gebremst. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete 42,58 US-Dollar. Das waren zwölf Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 13 Cent auf 41,01 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Bankenaufsicht EBA: Reparaturarbeiten bei Banken sind noch nicht beendet, Interview mit EBA-Exekutiv-Direktor Adam Farkas, HB, S. 28

- Bilfinger sichert sich Ölindustrie-Auftrag im Iran, HB, S. 22

- Aldi Nord mit Umsatzwachstum, Interview mit Geschäftsführer Marketing und Kommunikation, Kay Rüschoff, HB, S. 1, 6 und 7

- Stada-Aufsichtsrat verhandelt über endgültigen Abgang des Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff, FAZ, S. 22

- Abrupt abgetretener K+S-Vorstand Radmacher kehrt in die Geschäftswelt zurück, FAZ, S. 22

- Auftrag verfehlt - viele Sparkassen spekulieren, statt Kredite zu vergeben, Welt, S. 13

- Entscheidung über Börsen-Hauptsitz erst zum Jahresende, SZ, S. 19

- In der Abgasaffäre muss die Volkswagen-Tochter Audi anders als der Mutterkonzern weder Anwälte noch Staatsanwälte fürchten, weil keine Behörde dem Unternehmen bisher Manipulationen nachgewiesen hat, SZ, S. 17

- Französische BPCE übernimmt Internetbank Fidor, Interview mit Gründer und Vorstandschef Matthias Kröner, BöZ, S. 3 und auch HB und FAZ

- K+S: Umweltprobleme könnten eine Milliardensumme kosten

- Unister-Insolvenzverwalter will "Verkaufsprozess bis Ende September abschliessen", Wiwo

- Französischer Notenbankchef: "Unsere Banken sind solide", Wiwo

- EZB-Ratsmitglied: Keine Negativzinsen für Privatleute und Mittelständler, Wiwo

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dpa-AFX

(AWP)