Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
17.08.2016 07:32

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - FREUNDLICH - Für den Dax zeichnet sich am Mittwoch ein freundlicher Auftakt an. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen rund zwei Stunden vor dem Start 0,11 Prozent höher auf 10 688 Punkte. Die Blicke der Anleger richten sich am Abend auf das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed, das nach dem Xetra-Schluss auf der Agenda steht.

USA: - GEWINNMITNAHMEN - Auf die Rekordjagd der US-Börsen zu Wochenbeginn sind am Dienstag leichte Gewinnmitnahmen gefolgt. Aussagen von US-Notenbankern zu einer möglichen Leitzinsanhebung noch in diesem Jahr stimmten die Anleger vorsichtig. Der weiter steigende Ölpreis und auch die neuen Konjunkturdaten lieferten zugleich eher beruhigende Signale für Aktien. Die aktuellen Häuser- und Industriedaten waren überraschend stark ausgefallen, die Inflationsdaten mau gewesen.

ASIEN: - JAPAN ERHOLT - Der japanische Aktienmarkt hat sich am Mittwoch etwas erholt. Der Yen stoppte seine Aufwertung, was insbesondere die Titel von exportorientierten Firmen steigen liess. Chinas Börsen traten derweil weitgehend auf der Stelle - obwohl die Regierung in Peking die lange erwartete Erlaubnis gegeben hat, dass die Handelsplätze in Hongkong und Shenzhen kooperieren dürfen. Anlegern wird damit ermöglicht, jeweils an der anderen Börse gelistete Papiere zu handeln. Ausländische Investoren können so über Hongkong auf dem ansonsten abgeschotteten chinesischen Festland investieren. Eine ähnliche Kooperation war bereits vor zwei Jahren zwischen Hongkong und Chinas wichtigstem Börsenplatz Shanghai gestartet.

DAX              		10.676,65	-0,58%
XDAX            		10.660,36	-0,63%
EuroSTOXX 50		     3.016,19	-1,00%
Stoxx50        		     2.867,87	-0,78%

DJIA             		18.552,02	-0,45%
S&P 500        		     2.178,15	-0,55%
NASDAQ 100  		     4.797,19	-0,62%

Nikkei 225              16.719,42    0,74% (7:00 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - BEHAUPTET - Der Bund-Future dürfte mit den Vorgaben aus Asien gut behauptet in den Tag starten, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Mittwochmorgen. Der Bund-Future sei jedoch angeschlagen, so dass weitere Verluste im Tagesverlauf wahrscheinlich seien; er sollte zwischen 166,10 und 167,45 notieren.

Bund-Future   		166,84		-0,26%

DEVISEN: - EURO ÜBER 1,12 DOLLAR - Nach seinen kräftigen Kursgewinnen hat der Euro bis zum Mittwochmorgen wieder etwas nachgegeben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1265 US-Dollar. Am Vortag hatte er bei 1,1323 Dollar den höchsten Stand seit den Verwerfungen an den Finanzmärkten unmittelbar nach dem Brexit-Votum erreicht. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1295 (Montag: 1,1180) Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:05 Uhr)
Euro/USD       		1,1265		-0,12%
USD/Yen             101,11		0,80%
Euro/Yen       		113,90		0,68%

ROHÖL - BILLIGER - Die Ölpreise sind am Mittwoch zunächst gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 48,77 US-Dollar. Das waren 46 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um 32 Cent auf 46,26 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Telekomkonzern Singtel aus Singapur hat Gespräche mit Staatsfonds Temasek zum Kauf von Anteilen an thailändischem Telekomanbieter Intouch wieder aufgenommen, WSJ, S. B7

- Wirtschaftsweiser Peter Bofinger sieht den Staat bei Bankenschieflagen in der Pflicht, Interview, BöZ, S. 5

- Deutsche-Bank-Privatkundenvorstand Christian Sewing: Deutsche Bank "vollkommen stabil"- Bank will keine Strafzinsen für Privatkunden, Interview, Bild, S. 2

- US-Netzwerkausrüster Cisco will weltweit bis zu einem Fünftel der Stellen streichen, US-Technologie-Fachmedium CRN

- Atommüll-Entsorger GNS will noch zehn Jahre lang Castor-Behälter für Deutschland bauen, Gespräch mit GNS-Chef Hannes Wimmer, WAZ

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dpa-AFX

(AWP)