Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
09.09.2016 07:49

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - STABIL - Nach dem schwankungsreichen Vortag im Nachklapp der EZB-Entscheidungen zeichnet sich für den Dax am Freitag ein ruhiger Start ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,12 Prozent tiefer auf 10 662 Punkte. Tags zuvor war der Dax zunächst mit 10 780 Punkten bis auf 22 Punkte an das bisherige Jahreshoch herangerückt, um dann zeitweise bis auf 10 570 Punkte einzuknicken.

USA: - ABWÄRTS - An der Wall Street hat die unveränderte Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) für leichte Enttäuschung gesorgt. Es gebe derzeit keinen Bedarf für eine zusätzliche Stimulierung der Wirtschaft, hatte EZB-Präsident Mario Draghi nach der Zinssitzung der Notenbank am Donnerstag gesagt. Er dämpfte damit Erwartungen der Anleger an weitere Lockerungen, die auch dem Aktienmarkt zugute gekommen wären.

ASIEN: - ABWÄRTS - Die Enttäuschung über den Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) hat auch in Asien für enttäuschte Gesichter gesorgt. Anleger müssten sich langsam darauf einstellen, dass die Politik des billigen Geldes langsam an ihr Ende komme, so Analysten in Tokio. Zusätzlich belastet wurden die Märkte von einem Atomwaffentest Norkoreas. In China lag der CSI 300, in dem die wichtigsten Werte des Festlands gelistet sind, leicht im Minus. Der japanische Nikkei musste anfängliche Gewinne wieder abgeben und notierte zuletzt nur noch minimal im Plus.

DAX              		10.675,29	-0,72%
XDAX            		10.661,30	-0,76%
EuroSTOXX 50		     3.083,54	-0,26%
Stoxx50        		     2.903,80	-0,34%

DJIA             		18.479,91	-0,25%
S&P 500        		     2.181,30	-0,22%
NASDAQ 100  		     4.804,00	-0,58%

Nikkei 225  16.982,19 +0,14% (6:52 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - BEHAUPTET - Am Tag nach dem EZB-Entscheid dürfte der zukünftige Kurs der Notenbank weiter im Mittelpunkt der Anleger stehen - bevor sich die Blicke wieder nach Amerika auf die dortige Zentralbank Fed richten. National-Bank-Experte Dirk Gojny erwartet einen behaupteten Start des Bund-Future in den Tag und eine Handelsspanne zwischen 164 und 165,50.

Bund-Future   		165,33		0,01%

DEVISEN: - STABILER - Der Euro hat sich etwas erholt. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Donnerstag vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank noch auf ein Tageshoch geklettert war, ging es dann nach der unerwartet ausgefallenen Zinsentscheidung wieder deutlich nach unten. Am Freitag legte der Euro leicht auf 1,1280 US-Dollar zu. Am Vortag hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,1296 (Mittwoch: 1,1237) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8853 (0,8899) Euro.

(Alle Kurse 7:20 Uhr)
Euro/USD       		1,1280		0,18%
USD/Yen             102,12		-0,36%
Euro/Yen       		115,20		-0,18%

ROHÖL - ABWÄRTS - Die Ölpreise haben am Freitag etwas von ihren starken Vortagesgewinnen abgeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 49,49 US-Dollar. Das waren 50 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 44 Cent auf 47,18 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Commerzbank prüft Aufspaltung der Mittelstandssparte, HB, S. 1, 6, 7

- Schaeffler plant wieder Akquisitionen, Interview mit Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld, HB, S. 18

- Unicredit erwägt Kapitalerhöhung von bis zu 10 Milliarden Euro, FT, online

- Maschinenbauer Trumpf schafft die Wochenarbeitszeit ab und steigt auf Jahresarbeitszeit um, FAZ, S. 23

- Poste Italiane ist an der Assetmanagement-Tochter von Unicredit, Pionieer Investments, interessiert, BöZ, S. 3

- VW weist EU-Forderung nach Entschädigung für europäische Kunden zurück, Welt, S. 11

- Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht TTIP noch nicht als gescheitert an, Interview, Zeitungen der Funke Mediengruppe

- Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks: Mehr Lehrlinge trotz weniger Schulabgänger, Passauer Neue Presse

- DVAG-Chefökonom: Brexit drückt Zinsniveau in Deutschland weiter, Interview mit dem Chefvolkswirt der Deutschen Vermögensberatung (DVAG), Ralf-Joachim Götz, Neue Osnabrücker Zeitung

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dpa-AFX

(AWP)