Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
11.10.2016 07:40

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - ABWÄRTS - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt bleiben auf Richtungssuche. Nach dem deutlichen Anstieg zum Wochenstart wird der Dax am Dienstag wieder etwas tiefer erwartet. Der Broker IG taxierte den Index rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,05 Prozent tiefer auf 10 619 Punkte.

USA: - AUFWÄRTS - Der erneute Sieg von Hillary Clinton im zweiten TV-Duell des Präsidentschaftswahlkampfs sowie stark steigende Ölpreise haben der Wall Street einen ordentlichen Wochenstart ermöglicht. Für den Leitindex Dow Jones Industrial ging es am Montag letztlich um 0,49 Prozent auf 18 329,04 Punkte aufwärts. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,46 Prozent auf 2163,66 Punkte. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 gewann 0,60 Prozent auf 4893,76 Punkte.

ASIEN: - UNEINHEITLICH - Die Börsen in Asien haben sich uneinheitlich präsentiert. Zum einen halfen die gestiegenen Ölpreise und der negativ für den republikanischen Kandidaten Donald Trump laufende US-Wahlkampf. Auf der anderen Seite geriet die koreanische Börse wegen des Einbruchs der Aktie von Samsung Electronics im Zuge eines Verkaufsstopps des Smartphones Galaxy Note 7 unter Druck. Der KOSPI-Index notierte zuletzt ein Prozent im Minus, während es für die Papiere von Samsung gut sieben Prozent nach unten ging. In Japan lag der Leitindex Nikkei im Plus, Rückenwind gab es von einem gefallenen Yen und Äusserungen von Notenbankchef Haruhiko Kuroda vom Wochenende, der weiter Raum für eine expansive Geldpolitik sieht.

DAX              		10.624,08	1,27%
XDAX            		10.616,89	1,32%
EuroSTOXX 50		3.035,76		1,17%
Stoxx50        		2.849,20		0,58%

DJIA             		18.329,04	0,49%
S&P 500        		2.163,66		0,46%
NASDAQ 100  		4.893,77		0,60%

Nikkei 225  17.027,61 +0,99% (6:59 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - SEITWÄRTS - Abgesehen vom ZEW-Indikator stehen heute kaum wichtige Konjunkturdaten an. Da vor allem neue Impulse von den Notenbanken ausbleiben dürften, rechnet Dirk Gojny mit einem wenig bewegten Anleihen-Handel. Der Experte der National-Bank erwartet den Bund-Future auf der Suche nach Orientierung in einer Handelsspanne zwischen 162,55 und 164,20.

Bund-Future   		163,46		-0,34%

DEVISEN: - ABWÄRTS - Für den Euro ging es am Dienstagmorgen weiter abwärts. Die Gemeinschaftswährung lag bei 1,1134 US-Dollar. Am Vortag hatte der Eurokurs im New Yorker Handel gegenüber dem US-Dollar bereits an Boden verloren. Marktteilnehmer sehen das Lager derjenigen, die auf eine nahe Leitzinserhöhung der Fed setzen, etwas im Aufwind. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1160 (Freitag: 1,1140) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8961 (0,8977) Euro.

(Alle Kurse 7:07 Uhr)
Euro/USD       		1,1134		-0,04%
USD/Yen             		103,95		0,33%
Euro/Yen       		115,74		0,29%

ROHÖL - LEICHT ABWÄRTS - Die Ölpreise haben ihre deutlichen Vortagesgewinne am Dienstag trotz leichter Verluste überwiegend halten können. Die Bereitschaft Russlands zu Förderkürzungen hatte den Preisen deutlichen Auftrieb verliehen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 53,07 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur November-Lieferung fiel um neun Cent auf 51,26 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Der Versicherungskonzern Talanx und die Fintech-Firma Finleap gründen ein Gemeinschaftsunternehmen, HB, S. 28

- Rund elf Prozent des Geschäfts macht Lloyd's in der EU, aber ein Grossteil davon sind Rückversicherungen, welche nicht wirklich durch den Brexit beeinträchtigt werden, Interview mit John Nelson, Verwaltungsratschef (Chairman) des britischen Versicherungsgiganten Lloyd?s, HB, S. 26

- Die EU rüstet die Zentren für Abgaskontrollen mit Spezialisten auf, was einigen Mitgliedsstaaten aber gar nicht behagt, HB, S. 18

- Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln empfiehlt der EU eine harte Verhandlungslinie bei den bevorstehenden Brexit-Verhandlungen, FAZ, S. 16

- Eine neue Finanzkrise sieht der Vontobel-Chef Zeno Staub trotz des Gegenwinds, dem die Banken im Moment ausgesetzt sind, nicht am Horizont aufziehen, Interview, FAZ, S. 19

- Die Dekabank will sich künftig als Grossaktionär bei Konzernen stärker einmischen, Interview mit Deka-Manager Michael Schmidt, FAZ, S. 22

- WDH: Ökostrom-Umlage steigt auf 6,88 Cent, FAZ, S. 15

- Bund drosselt Windkraft-Ausbau im Norden, SZ, S. 17

- VW-Lkw-Chef Andreas Renschler sieht nach Einstieg in den US-Markt weiteren Handlungsbedarf in Asien. Börsengang der Holding keine Option, Interview, BöZ, S. 11

- Bundesbank warnt vor Cyberattacken, Interview mit Vorstandsmitglied Andreas Dombret, BöZ, S. 3

- Deutsche Bank hofft auf Trendwende im Geschäft mit börsengehandelten Fonds, Interview mit Simon Klein, Leiter der Sparte für passive Anlageprodukte für Europa, Asien und Afrika, BöZ, S. 3

- Clearstream-Konkurrent Euroclear will Geschäft mit Schwellenländern ausbauen und setzt im Goldhandel auf Blockchain-Technologie, Interview mit Vorstandschef Tim Howell, BöZ, S. 4

- "Höhere Inflationsziele können sinnvoll sein", Interview mit IWF-Ökonom, Gian Maria Milesi-Ferretti, BöZ, S. 6

- Ärztepräsident wirft Krankenkassen Drückermethoden vor, Funke Mediengruppe

- Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Empfänger immer länger ohne Beschäftigung, Funke Mediengruppe

- Vodafone stoppt Vorverkauf von Galaxy Note 7, Rheinische Post

(AWP)